Deutsche Vereinigung für Politikwissenschaft

Aus aktuellem Anlass: Unsere für Mai 2020 in Marburg geplante Tagung fällt aus!

Liebe Referent*innen, liebe Beteiligten, liebe Teilnehmenden, liebe Unterstützer*innen,

vor dem Hintergrund der aktuellen Regelungen des Landes Hessen und der Phillips-Universität Marburg zum COVID-19 sowie aus Gründen der Solidarität mit Risikopatient*innen und der entlang bestehender Machtverhältnisse existierenden Ungleichheitsverteilung von „Schutz“ und „Verletzbarkeiten“ müssen wir mit großem Bedauern die ABSAGE der Sektionstagung „QUEER. WIDERSTAND. (ANTI-)KAPITALISMUS UND GLOBALE ÖKONOMIEN. Genealogien, Potentiale und Politiken queer_feministischer Kapitalismus- und Ungleichheitskritik“ (geplant für den 7./8. Mai) bekannt geben!

Wir bitten Sie/euch bereits gebuchte Tickets/Unterkünfte zu stornieren!

Falls es diesbezüglich Probleme gibt oder unvorhersehbare Kosten auftreten, bitte melden Sie/meldet euch bei uns!

In welcher Form und zu welchem Zeitpunkt wir die Tagung nachholen können/ werden, müssen wir erst evaluieren! Sobald wir mehr wissen, werden wir mit Ihnen/euch in Kontakt treten!

Wir wünschen inzwischen alles Gute!

Die Sprecher*innen der Sektion „Politik und Geschlecht“ Anna Antonakis, Christine M. Klapeer, Johanna Leinius, Franziska Martinsen, Inga Nüthen, Heike Mauer

 

Für den Ausbau diskriminierungs- und gewaltkritischer Strukturen! Stellungnahme und Forderungskatalog kritischer Wissenschaft und politischer Bildung in Zeiten von rassistischer und antisemitischer Gewalt und extrem rechtem Terror

Nach den rassistischen, antisemitischen und antifeministisch motivierten Anschlägen von Hanau und Halle und dem Mord an Walter Lübcke hat die Sektion Politik und Geschlecht in der DVPW gemeinsam mit der Fachgruppe Flucht, Migration, Rassismus- und Antisemitismuskrtitik sowie der Fachgruppe Gender der Deutschen Gesellschaft für Soziale Arbeit (DGSA), der Fachgesellschaft Geschlechterstudien, kritnet, dem Arbeitskreis soziale Bewegungen in der DVPW, dem Rat für Migration, der Sektion Frauen- und Geschlechterforschung in der Deutschen Gesellschaft für Soziologie (DGS) eine Stellungnahme sowie einen Forderungskatalog kritischer Wissenschaft und politischer Bildung in Zeiten von rassistischer und antisemitischer Gewalt und extrem rechtem Terror verfasst.

Wir verurteilen Rassismus und Antisemitismus aufs Schärfste. Wir trauern um die Opfer und erklären uns solidarisch mit den Überlebenden und Angehörigen.
Wir stehen für eine engagierte Wissenschaft verschiedener Disziplinen und Forschungsrichtungen: der Politikwissenschaft, der Wissenschaft Sozialer Arbeit, der Soziologie, der Geschlechterforschung, der Migrationsforschung und der Erziehungs- und Bildungswissenschaft. Aus verschiedenen Perspektiven fokussieren wir Studium, Ausbildung, Forschung, politische und berufliche Bildung sowie Soziale Arbeit und entwickeln diese Bereiche weiter. Wir sehen uns in gesellschaftspolitischer Verantwortung und setzen uns kritisch mit Rassismus, Antise-mitismus, (Hetero-)Sexismus, Antifeminismus und weiteren Formen von personeller, institutioneller, struktureller Diskriminierung und ihren Überschneidungen sowie mit der extremen Rechten auseinander.

Zum Volltext der Stellungnahme und dem Forderungskatalog.

Stellungnahme der Sektion Politik und Geschlecht zu den rechtsterroristischen Anschlägen in Hanau

Wir gedenken Ferhat Unvar, Gökhan Gültekin, Hamza Kurtović; Said Nessar El Hashemi, Mercedes Kierpacz, Sedat Gürbüz, Kaloyan Velkov, Fatih Saraçoǧlu, Vili Viorel Paŭn und Frau R., die in Hanau Opfer rechtsterroristischer Gewalt geworden sind und erklären uns solidarisch mit ihren Angehörigen und Freund*innen sowie den Überlebenden und Verletzten des Anschlags. Wir schließen uns der Erklärung der „Arbeitsgemeinschaft der Frauen- und Geschlechterforschungseinrichtungen Berliner Hochschulen (afg)“ an: „Wir stehen für eine Wissenschaft, die die Verflechtungszusammenhänge von Rassismus, Misogynie, Sexismus und Antisemitismus kritisch untersucht, ihre gesellschaftspolitische Verantwortung in Forschung und Lehre wahrnimmt, und öffentlich Stellung bezieht.“

Zugleich verweisen wir auf die Stellungnahme des Instituts für Medienwissenschaften der Universität Tübingen sowie auf das Manifest für ein plurales, post-migrantische Deutschland der neuen deutschen organisationen (https://neuedeutsche.org/), in dem nicht nur daran erinnert wird, dass „Menschenrechte und Minderheitenschutz“ ein essentieller Teil von Demokratie darstellen, sondern auch konkrete sicherheits-, gesellschafts- und bildungspolitische Maßnahmen gegen die Ausbreitung von Rassismus, Rechtsextremismus und menschenfeindlichen Ideologien gefordert werden, um Betroffene staatlicherseits endlich wirksam zu schützen. Als Politikwissenschaftler*innen setzen wir uns mit unserer Lehre und Forschung, aber auch in der Wissenschaftskommunikation für eine plurale, auf Menschenrechten und gleicher Teilhabe basierenden Demokratie ein, in der jegliche Formen von Rassismus, Antifeminismus, Antisemitismus und Islamfeindlichkeit keinen Platz haben.

14. Sprecher*innenrat der Sektion Politik und Geschlecht der DVPW

 

Herzlich Willkommen...

... auf den Seiten der Sektion 'Politik und Geschlecht' in der DVPW.

Wir freuen uns über Ihr/Dein Interesse und sind immer auf der Suche nach neuen Mitstreiter*innen, die aus feministischer, queerer, intersektionaler und/oder postkolonial-feministischer Perspektive Politikwissenschaft betreiben.

Bei einem Interesse an einer Mitgliedschaft/Mitarbeit in der Sektion freut sich der Sprecher*innenrat über eine direkte Kontaktaufnahme oder per Email an die Sektion an Bei einem Interesse an PolitikundGeschlechtdvpwde

 

7.-8. Mai 2020 Marburg

Sektionstagung 2020: Queer. Widerstand. (Anti-)Kapitalismus und globale Ökonomien

Die Sektionstagung "Queer. Widerstand. (Anti-)Kapitalismus und globale Ökonomien. Genealogien, Potentiale und Politiken queer-feministischer Kapitalismus- und Ungleichheitskritik" findet vom 7.-8. Mai 2020 an der Philipps-Universität Marburg statt.
Die Keynote hält Anna Agathangelou (York University, Toronto/Tkaronto)

Zum Programm der Tagung.

Der Call for Papers findet sich hier.