Deutsche Vereinigung für Politikwissenschaft

Programmübersicht DVPW-Kongress

Veranstaltungen unter Beteiligung/Unterstützung der Sektion Politik und Geschlecht

Der DVPW-Kongress rückt näher und wir wollen euch mit einer kompakten Übersicht über Veranstaltungen versorgen, die durch die Sektion unterstützt werden, bzw. an denen sich die Sektion beteiligt.

Wir freuen uns auf den Kongress und euch dort zu sehen!

Zur Übersicht über die Veranstaltungen der Sektion geht es hier.

Zur ausführlichen Beschreibung der Querschnittsveranstaltungen und Panels geht es hier.

  

 

 

 

 

CfP für ein offenes Panel auf dem DVPW-Kongress

Of women*, mountains, and algorithms: The subjects and objects of knowledge creation and political decision-making

Organisator*innen:

  • Leinius, Johanna, Dr.; Universität Kassel
    leinius@uni-kassel.de
  • Martinsen, Franziska, Dr.; Leibniz Universität Hannover/Universität Duisburg-Essen
    f.martinsen@ipw.uni-hannover.de

Einreichungsfrist: 28-02-2021

Beschreibung:

Globally felt and mediated crises like climate change, the COVID-19-pandemic, and mass migration have increased the need of political decision-makers to consider a variety of views and a multitude of information in order to ensure legitimacy, efficiency and effect.

Movements like #Blacklivesmatter, #Niunamenos or indigenous peoples resisting mining projects, however, are only the most visible symptoms of contemporary democracies’ continuing failings to make the lived experience and knowledge of all members of a society count in political decision-making.

Approaches as different as feminism, postfoundationalism, postcolonial studies, posthumanism, actor-network-theory, and political ontology have engaged with these issues. They have laid open the exclusions inherent in the supposedly universal notion of citizenship, scrutinized how colonization has installed a zone of non-being whose inhabitants do not count as political subjects and criticized the idea of the human as sole political agent. Debates concerning algorithmic editing and decision-making or the existence of social worlds in which earth beings like mountains count as political subjects have also posed the question of who creates political knowledge and who is recognized as political subject anew.

These debates touch the very basis of the political: Whose social realities, experiences, grievances, and demands matter when taking decisions about common concerns? Who is counted as a member of a political community? How are decision-making-processes organized? How are the borders of the political policed and with what effects?

We invite papers that engage with these questions empirically and/or theoretically. Women* and people with multiple marginalised identities are encouraged to apply.

Hinweise und Formalia für die Einreichung eines Beitrags

Zur Einreichung eines Beitrags über die Eingabemaske (Frist: 28.02.2021)

 

CfP für ein offenes Panel auf dem DVPW-Kongress

Wissenschaft und Wissenschaftskritik in Zeiten des Populismus

Organisator*innen:

  • Mauer, Heike, Dr.; Universität Duisburg-Essen
    heike.mauer@uni-due.de
  • Dormal, Michel, Dr.; RWTH Aachen
    michel.dormal@ipw.rwth-aachen.de

Frist für die Einreichung von Beiträgen: 28-02-2021

Beschreibung:

Die Rolle von Wissenschaft in modernen Demokratien ist von zwei gegenläufigen Tendenzen geprägt. Einerseits gewinnt eine professionalisierte und spezialisierte Wissenschaft angesichts komplexer globaler Probleme an Sichtbarkeit und Gewicht. Zugleich existieren vielfältige Prozesse der gesellschaftlichen Aneignung und Kontestation von Wissen. So zeigte etwa der öffentliche Umgang mit Wissenschaftler*innen in der Corona-Pandemie, dass die Wissensproduktion mit einem Transparenz- und Kontrollgebot konfrontiert wird, das bislang auf politische Amtsinhaber*innen begrenzt war.

Erstere Tendenz entspricht grob der Idee einer „Kompetenzdemokratie“ (Willke), die auf kognitive Problemlösungsmechanismen als Legitimationsressource umstellt, zweitere einer „Aneignungsdemokratie“ (Rosanvallon), die eine breite Verfügung über und Partizipation an Wissen als genuine demokratische Praxis begreift. Erstere hat jedoch eine offene Flanke für expertokratische Rationalisierungen von Politik, die zweite für populistische Elitenkritik.

Bisweilen verschränkt sich beides auch unmittelbar: So kritisieren rechtspopulistische Milieus einerseits unliebsame Wissenschaften wie etwa die Gender Studies als ideologisierte „Pseudowissenschaft“ und berufen sich formal auf das Ideal einer harten, objektiven Wissenschaftlichkeit. Oft nimmt diese Kritik die Form einer Polemik an, bezieht sich auf ‚gefühlte‘ Fakten und bringt den ‚gesunden Menschenverstand‘ gegen wissenschaftliche Expertise in Stellung. Auch in anderen Kontexten wie der Klima- oder Sicherheitspolitik und jüngst der Corona-Krise kultivieren rechtspopulistische Milieus das Feindbild einer elitären, vom Volk entfremdeten Wissenschaft.

Wie sind solche Ambivalenzen vor dem Hintergrund der skizzierten gegenläufigen Tendenzen demokratischer Wissensgesellschaften einzuordnen? Existieren andere, nicht-populistische Formen der Vermittlung? Welche Wahl haben wir, um das Verhältnis von Wissenschaft, Politik und Demokratie zu gestalten? Zu diesen Themenkomplexen suchen wir konzeptionelle Überlegungen sowie exemplarische Fallstudien aus allen politikwissenschaftlichen Teilbereichen, gerne mit geschlechtertheoretischem Fokus.

Hinweise und Formalia für die Einreichung eines Beitrags

Zur Einreichung eines Beitrags über die Eingabemaske (Frist: 28.02.2021)

 

Panels auf dem DVPW-Kongress

Die Sektion Politik und Geschlecht sucht nach Einreichungen für offene und geschlossene Panels sowie Querschnittsveranstaltungen des DVPW-Kongresses 2021 „Wir haben die Wahl! Politik in Zeiten von Unsicherheit und Autokratisierung“. Diese können bis zum 15. Dezember 2020 über die Eingabemaske auf der DVPW-Homepage eingereicht werden.

Die Sektion Politik und Geschlecht kann insgesamt sechs Panelvorschläge unterstützen und der DVPW zur besonderen Berücksichtigung empfehlen. Die Empfehlungen müssen ebenfalls am 15. Dezember 2020 mitgeteilt werden.

Damit die Sprecher*innen genügend Zeit für die Entscheidung über die Unterstützung haben, bitten wir Sie/Euch, die Einreichungen bis zum 30.11.2020 via E-Mail an die Sektionsadresse politikundgeschlechtdvpwde zu schicken. Spätere Einreichungen können nicht berücksichtigt werden.

Wir geben Euch/Ihnen rechtzeitig eine Rückmeldung, ob wir den Vorschlag unterstützen oder nicht.

Nähere Angaben zur Gestaltung von Panelabstracts finden sich hier. Bei Fragen steht der Sprecher*innenrat natürlich gerne zur Verfügung.

 

 

 

CfP für Blogbeiträge: Pandemie // Corona und intersektionale Ungleichheit in Gesellschaft und Wissenschaft

Der CfP ist beendet. Die folgenden Beiträge sind erschienen:

Ost-West-Ungleichheiten in westeuropäischen Pflegeregimes von Eszter Kováts
Corona, postkolonialer Feminismus und Necropolitics in Indien von Christine Löw
Sexarbeit und Corona: Die Pandemie als Druckmittel der Verdrängung von Giovanna Gilges und Joana Lilli Hochstetter
The Anti-Gendered Face of the Corona Crisis: The Case of Turkey von Sedagul Yavuz
Karriere von Wissenschaftlerinnen? Nur ohne Kind(er)! von Sandra Brunsbach und Ines Weber

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Ausgehend vom Appell „Die Notwendigkeit einer feministischen Analyse der Corona-Krise. Ausgangspunkte für eine demokratische, solidarische und intersektionale Gesellschaftsvision“ startet die Sektion Politik und Geschlecht der DVPW eine  Themenwoche zur Corona-Krise vom 5. bis 9. Oktober 2020 im blog  interdisziplinäre  geschlechterforschung. Willkommen sind Debattenbeiträge bis maximal  9.000  Zeichen, die Corona-bedingte Ungleichheiten und deren Ursachen aus feministischen, intersektionalen und queeren Perspektiven problematisieren.

Das ausführliche CfP mit allen Details kann hier heruntergeladen werden oder direkt über den gender-blog abgerufen werden. Der Link zum englischen CfP findet sich hier.

 

Keynote Lecture: Anna M. Agathangelou: “Radical Queer and Global Black Anti-Capitalist Abolition Futures” (7. Juli 2020)

Wir freuen uns, dass wir die Keynote unserer ausgefallen Sektionstagung in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung und dem Arbeitsbereich Politik und Geschlechtverhältnisse, am Institut für Politikwissenschaft, Philipps-Universität Marburg als Online-Lecture durchführen können und laden alle herzlich dazu ein:

Anna M. Agathangelou(York University, Toronto):
“Radical Queer and Global Black Anti-Capitalist Abolition Futures”

Luxemburg Lecture Monday, 7th of June 2020, 7 p.m. via Livestream

White supremacy along with COVID-19 have been lethal with 505 500 dead globally so far which disproportionately affects Black, visible minorities and migrants worldwide. Simultaneously, LGBTQ+ and black oppression are inscribed in global racial capitalism that orients itself toward certain possibilities by accessing and experimenting with social reproduction and life.

In her lecture, Anna M. Agathangelou argues that abolition demands of us to understand how certain forms of queerness emerge as an instituted perspective, a frame, and an operation separated from other forms of violence and power. She investigates this emerging instituted perspective from the vantage point of anti-blackness, the global lethality of white supremacy, and global racial capitalism. Employing a radical queer/black feminist anti-capitalist poetics, she argues for the need of a radical anti-capitalist and anti-white supremacy analytical impulse. By grappling with the ways these emerging institutionalities – with regard to radical anti-capitalist queerness and in conjunction with anti-blackness – are moving to imagine anti-capitalist futures beyond the current map of globality whose ontological horizons are limited by raciality. She also engages with Black Lives Matter , Audre Lorde and Frantz Fanon´s radical critique of global racial capitalism. In conclusion she shows that contemporary Covid-19 structures of violence demand new ways of thinking abolition where queerness and anti-blackness are no longer turned into figures of innovation for capital but rather sites and poetries of unshackling the fetishes and fantasies impoverishing the world.

hosted by Katharina Pühl (RLS) und Inga Nüthen (Philipps-Universität Marburg)

Anna M. Agathangelou  teaches at York University, Toronto at the Department of Politics.  She is the co-editor (with Kyle D. Killian) of Time, Temporality and Violence in International Relations. (De) Fatalizing the Present, Forging Radical Alternatives (2016), co-editor of (with Nevzat Soguk) of Arab Revolutions and World Transformations (2013), co-author with L.H.M. Ling, of Transforming World Politics: From Empire to Multiple Worlds (2009) and author of the Global Political Economy of Sex: Desire, Violence and Insecurity in Mediterranean Nation-States (2004).

Aus aktuellem Anlass: Unsere für Mai 2020 in Marburg geplante Tagung ist verschoben

Liebe Referent*innen, liebe Beteiligten, liebe Teilnehmenden, liebe Unterstützer*innen,

vor dem Hintergrund der aktuellen Regelungen des Landes Hessen und der Phillips-Universität Marburg zum COVID-19 sowie aus Gründen der Solidarität mit Risikopatient*innen und der entlang bestehender Machtverhältnisse existierenden Ungleichheitsverteilung von „Schutz“ und „Verletzbarkeiten“ müssen wir mit großem Bedauern die ABSAGE der Sektionstagung „QUEER. WIDERSTAND. (ANTI-)KAPITALISMUS UND GLOBALE ÖKONOMIEN. Genealogien, Potentiale und Politiken queer_feministischer Kapitalismus- und Ungleichheitskritik“ (geplant für den 7./8. Mai) bekannt geben!

Wir bitten Sie/euch bereits gebuchte Tickets/Unterkünfte zu stornieren!

Falls es diesbezüglich Probleme gibt oder unvorhersehbare Kosten auftreten, bitte melden Sie/meldet euch bei uns!

In welcher Form und zu welchem Zeitpunkt wir die Tagung nachholen können, geben wir demnächst bekannt.

Wir wünschen inzwischen alles Gute!

Die Sprecher*innen der Sektion „Politik und Geschlecht“ Anna Antonakis, Christine M. Klapeer, Johanna Leinius, Franziska Martinsen, Inga Nüthen, Heike Mauer

 

Tagung 2020 in Marburg

Die Sektionstagung "Queer. Widerstand. (Anti-)Kapitalismus und globale Ökonomien. Genealogien, Potentiale und Politiken queer-feministischer Kapitalismus- und Ungleichheitskritik"findet vom 7.-8. Mai 2020 an der Philipps-Universität Marburg statt.
Die Keynote hällt Anna Agathangelou (York University, Toronto/Tkaronto)

Hier geht es zum Programm der Tagung.

Der Call for Papers findet sich hier.