Deutsche Vereinigung für Politikwissenschaft

DVPW-Thementagungen

Die DVPW fördert in den beiden Jahren zwischen den Kongressen bis zu zwei Thementagungen mit dem Ziel, den wissenschaftlichen Austausch zwischen den Untergliederungen zu fördern. Thementagungen sollen ein aktuelles, wissenschaftlich und gesellschaftlich relevantes Thema bearbeiten.

 

3. DVPW-Thementagung 2022

Ausschreibung

Die DVPW fördert in den beiden Jahren zwischen den Kongressen bis zu zwei Thementagungen mit dem Ziel, den wissenschaftlichen Austausch zwischen den Untergliederungen zu fördern. Thementagungen sollen ein aktuelles, wissenschaftlich und gesellschaftlich relevantes Thema bearbeiten. Wir gehen davon aus, dass die Politikwissenschaft ein solches Thema nur angemessen erfassen kann, wenn Beiträge der verschiedenen Teildisziplinen miteinander verbunden werden.

Eine Thementagung fördert die DVPW mit bis zu 5.000€ gefördert. Sie sollte von Wissenschaftler*innen aus mindestens drei Untergliederungen gemeinsam ausgerichtet werden. Alle Organisator*innen müssen Mitglied der DVPW sein. Die Zahl der Referent*innen sollte in der Regel 20 bis 25 Personen nicht übersteigen und die Teilnahme sollte für alle Interessierten über einen offenen oder halb offenen Call for Papers zugänglich sein. Das Organisationsteam entscheidet frei, wie die Mittel verwendet werden (bspw. für Reise- und Übernachtungskosten für Teilnehmer und Referenten aus dem In- und Ausland), erwartet wird jedoch, die Agenda zur Gleichstellung und Frauenförderung sowie die Beteiligung des Nachwuchses in der DVPW bei den Aktivitäten umzusetzen.

Anträge für eine Förderung im Herbst 2022 und Frühjahr 2023 sind bis zum 31. März 2022 per E-Mail an die Geschäftsstelle der DVPW zu richten (buero@dvpw.de). Ansprechpartner*in für inhaltliche Rückfragen ist das zuständige Vorstandsmitglied Diana Panke (pankedvpwde). Über die Förderung der Thementagung entscheidet der Vorstand der DVPW auf der Vorstandssitzung im Frühjahr 2022.

Der Antrag sollte in einem PDF-Dokument eingereicht werden. Die Antragstellung kann in deutscher oder in englischer Sprache erfolgen und sollte auf max. 5 Seiten folgende Informationen enthalten:

  • Darstellung der inhaltlichen Zielsetzung (ca. 2-3 Seiten)
  • Namen und Kontaktdaten des Organisationsteams
  • Veranstaltungsort und Zeitplan
  • Strategie für die Öffentlichkeitsarbeit
  • Eckdaten für den Call for Papers (bei halb offenem Call mit Namen und Vortragsthema möglicher Referent*innen, unterteilt nach angefragt /zugesagt)

DVPW-Vorstand / 10.12.2021

Die Ausschreibung finden Sie hier zum Download.

 

 

2. DVPW-Thementagung 2020/2021

"Schwindet der Grundkonsens? Identitätskonflikte und politische Partizipation in ziviler Gesellschaft", 27.-28.05.2021 (online)

Die DVPW-Thementagung "Schwindet der Grundkonsens? Identitätskonflikte und politische Partizipation in ziviler Gesellschaft" fand am 27. und 28. Mai 2021 in digitalem Format statt. Im Zentrum stand eine politikwissenschaftlich geleitete, interdisziplinär ausgerichtete Gegenwartsanalyse liberaler Demokratien und insbesondere der Bundesrepublik Deutschland. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus unterschiedlichen Teildisziplinen der Politikwissenschaft und ihren benachbarten Disziplinen der Sozial- und Religionsforschung präsentierten und diskutierten aktuelle Ergebnisse der Forschung. Den öffentlichen Hauptvortrag hielt Frau Prof. Dr. Naika Foroutan (Berlin) zum Thema "Gleichheit, Demokratie und soziale Identität".

In fünf Panels wurden Identitätskonflikte einerseits als Bedrohung der Stabilität parlamentarischer Demokratien und andererseits als Chance für eine breitere politische Beteiligung erörtert. Dabei wurden aktuelle Theorien und Umfrageergebnisse zum Grundkonsens vorgestellt und die besondere Rolle von Religion herausgearbeitet. Erstmals präsentiert wurden dazu die Befunde des internationalen Forschungsprojekts "Soziale Gruppen und religiöse Identitäten in ziviler Gesellschaft (RESIC)", das die religiösen sozialen Identitäten und deren Wirkung auf das gesellschaftliche Miteinander und die politische Kultur in Deutschland und der Schweiz quantitativ und qualitativ erforscht hat. Die Projektergebnisse zeigen, dass religiöse soziale Identitäten und Vergemeinschaftungen für die Mehrheitsgesellschaft wie religiöse Minderheiten insgesamt eher unauffällig bzw. dienlich sind. Demokratieschädliche Wirkungen treten erst dann auf, wenn Religion als kollektive soziale Identität im Zusammenspiel mit anderen Faktoren wie autoritären Einstellungen und gruppenbezogenen Vorurteilen abgrenzend und dann vor allem auch ausgrenzend wirkt. Generell haben die zahlreichen Einzelbeiträge der Tagung deutlich werden lassen, dass zwischen der Forderung nach einem politischen Grundkonsens für Demokratien einerseits und der Legitimation von progressiver Identitätspolitik zugunsten unterschiedlichster Minderheiten andererseits nicht nur ein Spannungsverhältnis gesehen werden darf. Es bedarf vielmehr beider, wenn Politik das gesellschaftliche Miteinander in pluralistischen, migrantischen Gesellschaften erfolgreich gestalten will: Auf der Basis eines demokratischen Grundkonsenses lassen sich identitätspolitische Forderungen legitimieren und politisch bearbeiten, ohne in die Aporie des politischen Freund-Feind-Denkens abzugleiten.

Das vollständige Programm finden Sie hier als Download.

 
 
 
 

1. DVPW-Thementagung 2019

"Wie relevant ist die Politikwissenschaf? Wissenstransfer und gesellschafliche Wirkung von Forschung und Lehre", 12.-14.12.2019, Goethe-Universität Frankfurt am Main

Die erste DVPW-Thementagung fand am 12. bis 14. Dezember 2019 zum Thema "Wie relevant ist die Politikwissenschaf? Wissenstransfer und gesellschafliche Wirkung von Forschung und Lehre" an der Goethe-Universität Frankfurt am Main statt. Die Thementagung wurde von Vertreter*innen der Arbeitskreise „Politik und Kultur“, „Politik und Kommunikation“, „Hochschullehre“ und „Politik und Geschichte“ sowie der Sektion „Regierungssystem und Regieren in der Bundesrepublik Deutschland“ in Kooperaton mit dem Forschungsverbund „Die Herausbildung normatver Ordnungen“ und dem Insttut für Politkwissenschaf der Goethe-Universität Frankfurt am Main organisiert.

Das vollständige Programm finden Sie hier als Download.