Deutsche Vereinigung für Politikwissenschaft

Wissenschaftspreise der DVPW

Die DVPW vergibt aktuell drei Wissenschaftspreise: Den Dissertationspreis der DVPW, seit 2024 alle drei Jahre den neuen DVPW-Lebenswerkpreis und gemeinsam mit der Schader-Stiftung den Lehrpreis Politikwissenschaft.

 

 

Aktuelle Ausschreibungen

Die Ausschreibung der Wissenschaftspreise 2027 erfolgt voraussichtlich im Herbst 2026.

 

 

Lehrpreis Politikwissenschaft 2026 geht an Julian Eckl

(23.07.2026) Der mit 1.000 Euro dotierte Lehrpreis Politikwissenschaft der Deutschen Vereinigung für Politikwissenschaft (DVPW) und der Schader-Stiftung geht 2026 an Dr. Julian Eckl von der Universität St. Gallen für sein Lehrprojekt „Spiele und Weltpolitik“.

Dies hat die vierköpfige Jury – bestehend aus PD Dr. Volker Best (Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg), Prof. Dr. Sonja Blum (Universität Bielefeld), Dr. Carola Klöck (SciencesPo Paris) und Kristin Sieverdingbeck (Studentin und Vertreterin der Schader-Stiftung) – entschieden.

Das Blockseminar „Spiele und Weltpolitik“ wurde im Wintersemester 2025/2026 erstmals an der Universität St. Gallen durchgeführt. Das Blockseminar bringt den Teilnehmenden verschiedene Theorien der internationalen Beziehungen über jeweils passende Brettspiele näher. Brettspiele stellen hier eine innovative, sehr anschauliche und konkrete Methode der Didaktik dar. Der Kurs verknüpft eigenes Erleben in Spielsituationen mit abstrakten Theorien und der Weltpolitik. Neben dem innovativen Charakter des Kurses überzeugt auch das außergewöhnlich starke Engagement des Dozenten für Lehre und Didaktik.

In Anbetracht der Vielzahl herausragender Lehrprojekte unter den insgesamt 17 Bewerbungen möchte die Jury darüber hinaus drei weitere Projekte ihrer „Shortlist“ besonders erwähnen:

  • Till Schröter Draband (Universität Münster) mit dem Kurs „Vertiefung zur Einführung in die Sozialwissenschaften“. Dass Politik bereits in der Grundschule thematisiert werden sollte, wird oft vergessen und hier mit diversen Methoden und Formaten ganz konkret an Lehramtsstudierende vermittelt. 
  • Solveig Richter und Malin Nissen (Universität Leipzig) mit dem Projekt „Between Memory and Reconciliation After Violence: Understanding Transformative Justice Through Art“. Eine außergewöhnliche Kooperation mit der Universität Sarajevo und einem Dokumentarfilmer, der Studierende auch auf der persönlichen und emotionalen Ebene mitnimmt.
  • Delf Rothe (Universität Hamburg) mit dem Seminar „Digital Technologies in Global Security: Doing Critical Security Studies with (and against) AI“. KI beschäftigt uns alle, nicht nur im Bereich Lehre. Der Kurs findet einen gelungenen und innovativen Umgang mit KI, mit ganz konkreten Anwendungsbeispielen. 

Der Lehrpreis wird 2026 bereits zum sechsten Mal vergeben. Die Preisverleihung findet im Herbst 2026 in der Schader-Stiftung in Darmstadt statt. Sie ist eingebettet in den Tag der Lehre. 

Die DVPW und die Schader-Stiftung haben den Lehrpreis Politikwissenschaft 2020 geschaffen, um besondere Leistungen in der politikwissenschaftlichen Lehre auszuzeichnen. Der Preis wird seit 2021 jährlich vergeben, um die besondere Bedeutung der politikwissenschaftlichen Hochschullehre sichtbar zu machen und die Qualität der Lehre in der deutschen Politikwissenschaft zu stärken. Eine Auswahl der eingereichten Lehrprojekte wird im September im DVPW-Blog in der Reihe „Herausragende Lehre in der deutschen Politikwissenschaft“ veröffentlicht.

Ansprechpartnerin für den Lehrpreis Politikwissenschaft seitens der Schader-Stiftung:

Luise Spieker, Wissenschaftliche Referentin
spiekerschader-stiftungde 
+49 6151 1759-22

Ansprechpartnerin für den Lehrpreis Politikwissenschaft seitens der DVPW:

Dr. Vera van Hüllen, Geschäftsführerin 
buerodvpwde  
+49 30 838-68874

 

Dissertationspreis 2025 geht an Teresa Völker und Julian Michel

(28.10.2025) Der DVPW-Dissertationspreis 2025 wird geteilt und geht an Dr. Teresa Sophie Völker, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB), für ihre 2024 an der Freien Universität Berlin abgeschlossene Dissertation „Mainstreaming the Far Right: How Far-Right Actors and Ideas Shape Public Debates“ und an Prof. Julian Michel, Assistant Professor of Government an der Hong Kong Baptist University, für seine 2024 an der University of California, Los Angeles, abgeschlossene Dissertation „The Subnational Roots of Democratic Stability“.

Dies hat die dreiköpfige Jury – bestehend aus Prof. Dr. Steffen Eckhard, Prof. Dr. Karsten Fischer und Prof. Dr. Thomas Rixen – bekannt gegeben. Die offizielle Preisverleihung erfolgt im Rahmen des nächsten DVPW-Kongresses im Herbst 2027.

Die Jury sieht in beiden Arbeiten „einen wichtigen Beitrag zur Erforschung der Widerstandsfähigkeit demokratischer Ordnungen“ und hebt „ihre theoretische Klarheit, ihre methodische Innovationskraft und ihre empirische Substanz“ hervor.

Der Wissenschaftspreis der DVPW für eine herausragende politikwissenschaftliche Dissertation ist mit 1.000 € dotiert und wird jährlich ausgeschrieben. Im Rahmen der Ausschreibung 2025 wurden 32 Dissertationen eingereicht, bei denen das Verfahren im Jahr 2024 abgeschlossen oder die im Jahr 2024 veröffentlicht wurden.

Die vollständige Laudatio der Jury für 2025 finden Sie hier.

 

 

DVPW-Lebenswerkpreis 2024 geht an Fritz Scharpf

(20.08.2024) Der neue DVPW-Lebenswerkpreis geht im ersten Vergabejahr an Prof. em. Dr. Dr. h.c. mult. Fritz W. Scharpf. Der Preis wird am 26. September 2024 im Rahmen des 29. Wissenschaftlichen Kongresses der DVPW an der Georg-August-Universität Göttingen verliehen.

Fritz Scharpf ist seit 1968 Mitglied der DVPW und hat mit seinen Forschungsleistungen seit mehr als 60 Jahren zu allen großen Teilbereichen der Politikwissenschaft beigetragen. Seine Arbeit wird nicht nur in Deutschland, sondern auch international breit rezipiert und hat die Entwicklung politikwissenschaftlicher Forschung maßgeblich geprägt. Die Relevanz von Fritz Scharpfs Arbeit zeigt sich auch weit über die Politikwissenschaft hinaus, etwa in der Rezeption seiner Arbeiten in Nachbardisziplinen wie der Soziologie und den Wirtschaftswissenschaften. Darüber hinaus hat Fritz Scharpf die institutionelle Entwicklung unseres Fachs und Generationen von Politikwissenschaftler*innen geprägt, nicht zuletzt als Direktor am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (1984-1986) und am Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung (1986-2003). Auch hat Fritz Scharpf in zahlreichen Kommissionen zu gesellschaftspolitischen Fragen mitgewirkt und sich so für einen Transfer politikwissenschaftlicher Erkenntnisse in die Praxis engagiert. Damit ist Fritz Scharpf einer der herausragendsten Vertreter unseres Faches, dessen Verdienste die DVPW mit der Verleihung des DVPW-Lebenswerkpreises würdigen möchte.

Der DVPW-Lebenswerkpreis wurde vom Vorstand 2022 geschaffen und wird in diesem Jahr zum ersten Mal verliehen. Mit dem Preis will die DVPW herausragende Forschungsleistungen auf dem Gebiet der Politikwissenschaft und besondere Verdienste für die Disziplin würdigen, die die Bedeutung und die Sichtbarkeit des Fachs nachhaltig prägen. Es werden Forschungspersönlichkeiten geehrt, die in einer langjährigen Laufbahn mit ihren Arbeiten wichtige Debatten angeregt und beeinflusst, zur Wissenschaftsvernetzung und -vermittlung beigetragen oder sich im Fachverband engagiert haben. Der Preis wird alle drei Jahre ausgeschrieben und im Rahmen des DVPW-Kongresses an den oder die Preisträger*in feierlich überreicht.