Deutsche Vereinigung für Politikwissenschaft

Lehrpreis Politikwissenschaft. Ein Preis der DVPW und der Schader-Stiftung

Ausschreibung: Lehrpreis Politikwissenschaft 2022

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Zur Auszeichnung besonderer Leistungen in der politikwissenschaftlichen Lehre schreibt die Deutsche Vereinigung für Politikwissenschaft in Kooperation mit der Schader-Stiftung jährlich einen mit 1.000 EUR dotierten Preis aus. Der „Lehrpreis Politikwissenschaft“ soll auch 2022 die besondere Bedeutung der politikwissenschaftlichen Hochschullehre sichtbar machen und die Qualität der Lehre in der deutschen Politikwissenschaft stärken.

 

Folgende Bewerbungsbedingungen gelten für den Lehrpreis Politikwissenschaft:

  1. Die Bewerbung nimmt Bezug auf konkrete, projektartige Leistungen, die bereits abgeschlossen wurden, deren Durchführung jedoch maximal ein Jahr zurückliegt (Referenzdatum ist das Ende der Bewerbungsfrist). Nicht zugelassen sind Vorschläge, die den dauerhaften Einsatz von Personen in der Lehre würdigen. Ausgezeichnet werden soll ein Lehrprojekt, das inhaltlich und/oder methodisch innovativ ist und das sich durch eine besonders gute Didaktik und besonderes Engagement des/der Lehrenden auszeichnet. Digitale Lehrveranstaltungen können hierbei ebenso Berücksichtigung finden wie hybride oder Präsenzveranstaltungen.
  2. Zu den erforderlichen Bewerbungsunterlagen zählen neben einem formlosen Anschreiben eine Skizze des vorgeschlagenen Projektes (max. 2 Seiten). In der Skizze ist darzulegen, welche Ziele das Projekt verfolgt, welche Erfolge es erzielt hat und inwieweit es eine besondere Leistung in der politikwissenschaftlichen Hochschullehre im deutschsprachigen Raum darstellt. Ein detaillierter Ablaufplan mit Lektüreangaben, anderen Referenzen und digitalen Fundstellen etc. kann beigelegt werden. Wenn möglich, soll eine Stellungnahme von Studierenden (z.B. der Fachschaft oder von Teilnehmenden der Lehrveranstaltung) mit Bezug auf die für den Lehrpreis nominierten Leistungen als Anlage beigefügt werden.
  3. Personen aus allen Karrierestufen oder Beschäftigungsverhältnissen kommen als Preisträger*innen in Frage, sofern sie Mitglieder bzw. Schnuppermitglieder der DVPW sind. Es können auch Lehrbeauftragte ausgezeichnet werden. Eine Zuerkennung des Preises an ein Team für ein gemeinsames Lehrprojekt ist möglich.
  4. Bewerber*innen müssen die Bereitschaft aufweisen, ihr Lehrprojekt im Falle der Auszeichnung einer breiteren Öffentlichkeit (bspw. auf den Homepages der DVPW und der Schader-Stiftung) zu präsentieren. 
  5. Bewerbungen sollen durch Selbstvorschläge erfolgen. Nominierungen durch Dritte sind ebenfalls möglich, in diesem Fall fordert die Geschäftsstelle die Nominierten unmittelbar nach dem Ablauf der Bewerbungsfrist dazu auf, binnen vier Wochen die vollständigen Bewerbungsunterlagen einzureichen.
  6. Frauen sind besonders aufgefordert, sich zu bewerben; dies gilt auch für die Benennung von Kandidatinnen durch Dritte.
  7. Die Bewerbung bzw. Vorschläge erfolgen schriftlich in elektronischer Form an die DVPW-Geschäftsstelle (buerodvpwde), die Einsendefrist für Bewerbungen und Vorschläge ist der 15. April 2022.

 

Die DVPW und die Schader-Stiftung setzen eine Jury ein, welche die Vorschläge begutachtet. Der Jury gehören ein Mitglied des amtierenden DVPW-Vorstands, zwei Vertreter*innen des Arbeitskreises Hochschullehre der DVPW sowie ein/e (nicht-stimmberechtigte/r) Vertreter*in der Schader-Stiftung an. Die Auszeichnung wird im Rahmen eines Workshops zum „Tag der Lehre“ überreicht, der im Sommer 2022 in der Schader-Stiftung stattfindet.

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an die Geschäftsstelle der DVPW (buerodvpwde).

 

 

Lehrpreis Politikwissenschaft 2021 geht an Sebastian Möller

(15.07.2021) Der Lehrpreis Politikwissenschaft der DVPW und der Schader-Stiftung geht an Sebastian Möller für sein Forschungsseminar „Schlüssel zur Welt: Die Bremischen Häfen in der Globalen Politischen Ökonomie“, das er im Sommersemester 2020 am Institut für Politikwissenschaft der Universität Bremen unterrichtet durchgeführt hat.

Dies hat die vierköpfige Jury – bestehend aus PD Dr. Matthias Freise (Uni Münster), Dr. Julia Reuschenbach (Stiftung Berliner Mauer), Prof. Dr. Claudia Ritzi (Uni Trier) und Luise Spieker (Studentin und Vertreterin der Schader-Stiftung) – beschlossen.

Das ausgezeichnete Lehrprojekt wurde im Sommersemester 2020 als Forschungsseminar an der Universität Bremen angeboten. Die Studierenden sollten durch eigene Feldforschung am Beispiel der Bremischen Häfen die Spuren der Globalisierung lokal sichtbar machen.

Die Jury beeindruckten nicht nur das innovative Thema und der aktivierenden Lehransatz, sondern auch die Aufarbeitung und Präsentation der Projektergebnisse, u.a. im Kontext eines „Hafenblogs“. Neben Texten und Kommentaren finden sich auf dem Hafenblog auch Podcasts, Rätsel und Forschungsdaten. Die Ergebnisse des Seminars wurden zudem als Working Paper publiziert.  Pandemiebedingt konnten nicht alle geplanten Exkursionen und Außentermine stattfinden. Mit einer Hafenradtour und einer Integration synchroner und asynchroner Lehrangebote gelang es Herrn Möller jedoch, dennoch ein attraktives und abwechslungsreiches Seminar zu gestalten, das nicht zuletzt auch mögliche Belastungen und zeitliche Restriktionen der Studierenden beachtete. Das Engagement des Lehrbeauftragten, seine Kreativität und Flexibilität sowie das hohe wissenschaftliche Niveau der Texte und Outputs des Seminars überzeugten die Jury.

Die Preisverleihung findet zusammen mit der Vergabe der Dissertationspreise für die Jahre 2019, 2020 und 2021 am 8. September 2021 in der Schader-Stiftung statt. Eine Anmeldung zur digitalen Teilnahme an der voll hybrid durchgeführten Veranstaltung ist über die Schader-Stiftung möglich.

Die DVPW und die Schader-Stiftung haben den Lehrpreis Politikwissenschaft 2020 neu geschaffen, um besondere Leistungen in der politikwissenschaftlichen Lehre auszuzeichnen. Der mit 1.000 EUR dotierte Preis wird ab diesem Jahr jährlich vergeben, um die besondere Bedeutung der politikwissenschaftlichen Hochschullehre sichtbar machen und die Qualität der Lehre in der deutschen Politikwissenschaft stärken.