Deutsche Vereinigung für Politikwissenschaft
Vergleichende Politikwissenschaft

Panel der Themengruppe "Vergleichende Diktatur- und Extremismusforschung"  für die Tagung der Sektion „Vergleichende Politikwissenschaft“ vom 20.09.-22.09.2010 in Duisburg

In funktional ausdifferenzierten Gesellschaften finden sich vielfältige Austauschbeziehungen – gerade zwischen Markt und Staat. Während diese in der Regel nur in demokratischen Gesellschaften, und häufig unter einer normativ geprägten Perspektive (Good Governance) analysiert werden, erscheint es lohnenswert, folgende Fragestellungen unter einem neutralen analytischen Blickwinkel zu betrachten:

(1)     Wie gestalten sich die Interaktionsmuster von Politik und Ökonomie in modernen Autokratien?

(2)     Gibt es in autokratischen Systemen ähnliche Steuerungsmechanismen wie in demokratischen Systemen – oder bilden sich spezifische Governancemuster heraus?

(3)     Wer sind die zentralen Akteure und Netzwerke obiger Austauschbeziehungen?

Das Panel bietet eine Plattform für die empirisch fundierte, methodisch-konzeptionelle Auseinandersetzung an der Schnittstelle zwischen Diktatur und Kapitalismus. Dabei liegt der Fokus des Panels neben konzeptionellen Überlegungen vor allem auf der Analyse von Entwicklungen in Zentralasien, in China und dessen Nachbarstaaten sowie der Energiepolitik Russlands und Chinas im Vergleich.

 

Dr. Jörg Faust (DIE):

Political Order and Economic Development. Democracy’s Dividend vs. Attractive Democracies

 

Julia Bader (DIE):

The selectorate theory, domestic distribution and the external exploitation of autocratic governments. An empirical investigation

 

Andrea Gawrich, Inna Melnykovska (Christian-Albrechts-Universität Kiel), Rainer Schweickert (Kiel Institute for the World Economy):

More than Oil and Geography – Neopatrimonialism as an Explanation of Bad Governance and Autocratic Stability in Central Asia.

 

Stephan Ortmann (FernUniversität Hagen):

The Future of the Authoritarian Developmental State. China and the “Singapore model”

 

Steffen Jenner, Mathias Gabel (Eberhard Karls Universität Tübingen), Gabriel Chan (John F. Kennedy School of Government, Harvard University) Stephan Schindele (HSB Business School Reutlingen):

Machiavelli zieht den Stecker!

 

 

Ansprechpartner:

Daniel Buhr             (daniel.buhr@uni-tuebingen.de)

Rolf Frankenberger (rolf.frankenberger@uni-tuebingen.de)