Deutsche Vereinigung für Politikwissenschaft
Föderalismus

Rückblick

 

Internationale Tagung „Das Teilen beherrschen. Analysen zur Reform des föderalen Finanzausgleichs 2019“

Am 26. und 27. Juni 2014 fand an der FU Berlin eine internationale und interdisziplinär angelegte Tagung zum Thema „Das Teilen beherrschen. Analysen zur Reform des föderalen Finanzausgleichs 2019“ statt, an der ebenfalls die Themengruppe beteiligt war. Die Tagung wurde gemeinsam von Sabine Kropp (Otto-Suhr-Institut FU Berlin) Joachim Wieland (Universität Speyer), Felix Knüpling (Forum of Federations) und René Geißler (Bertelsmann-Stiftung) organisiert. Im Mittelpunkt der vorgestellten Beiträge und Papiere sowie der Diskussionen stand die Frage, wie der Finanzausgleich als tragende Säule des föderalen Systems neu gestaltet werden kann. Wissenschaftler-/innen aus unterschiedlichen Disziplinen, nämlich der Rechts-, Politik-, Verwaltungs- und Wirtschafts-/Finanzwissenschaften, erörterten Chancen und Grenzen der Reform. Die derzeit diskutierten Vorschläge und Gutachten (bedarfsorientierter Ausgleich, vertikale und horizontale Komponenten,  lokale Finanzen, Wirkungen von Schuldenbremsen etc.) wurden am zweiten Konferenztag durch komparative Analysen gespiegelt. Daneben band die Tagung Praktiker-/innen ein, um einen Transfer der wissenschaftlichen Forschung in die Praxis zu leisten und umgekehrt Positionen und Erfahrungen von Praktikern für die wissenschaftliche Diskussion nutzbar zu machen. Insgesamt wurde deutlich, dass trotz z.T. weitreichender Reformvorschläge mit begrenzten Korrekturen zu rechnen ist. Aus der Tagung wird 2015 eine Publikation hervorgehen.

Nähere Informationen unter http://www.polsoz.fu-berlin.de/polwiss/forschung/systeme/polsystem/Veranstaltungen/Tagung-zur-Reform-des-Finanzausgleichs-2019.html.

Internationale Tagung „Variety and Dynamics of Multilevel Governance in Canada and Europe“

Am 12. und 13. Juni 2014 fand an der TU Darmstadt eine internationalen Tagung zum Thema „Variety and Dynamics of Multilevel Governance in Canada and Europe“ statt, an der sich die Themengruppe beteiligte. Organisiert wurde die Veranstaltung von Arthur Benz, (Institut für Politikwissenschaft der TU Darmstadt) und Joan DeBardeleben (Center for European Studies der Carleton University Ottawa). Die vorgestellten Papiere und Diskussionen zeigten einerseits die Vielfalt der Politikmuster, die in der Mehrebenenkoordination zu beobachten ist. Sie machten andererseits darauf aufmerksam, dass die Differenzierung und Kombination von Koordinationsformen Dynamiken generieren kann, die Politikinnovationen fördern können. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Tagung waren sich einig, dass die sich hieraus ergebende Forschungsperspektive weiter verfolgt werden soll.

 

 

Workshop „Föderalismus, Demokratie und Autokratie“, 27. Juni 2013, TU Darmstadt
Am 27. Juni 2013 fand in Darmstadt ein Workshop statt, der mit dem Thema „Föderalismus, Demokratie und Autokratie“  einen Aspekt der Theorie des Föderalismus behandelte. Der Diskussion lagen Papiere von Arthur Benz (TU Darmstadt), Thomas Hüglin (Wilfried Laurier University Waterloo/Kanada) und Sabine Kropp (Universität Speyer) zugrunde, die durch Hans-Joachim Lauth (Universität Würzburg) und Michael Stoiber (FernUniversität in Hagen) kommentiert wurden. Die intensiven Diskussionen sollen durch weitere Workshops fortgesetzt werden.

 

 

Tagung "New Policies of Accomodating Diversity - Challenges and Opportunities for Multilevel States", 13.-15. Juni 2013, Universität Konstanz
Von Donnerstag, 13. Juni bis Samstag, 15. Juni 2013, fand an der Universität Konstanz eine internationale Tagung zum Thema „New Policies of Accommodating Diversity – Challenges and Opportunities for Multilevel States“ statt. Die Tagung wurde von Nathalie Behnke und Bettina Petersohn im Rahmen ihres Forschungsprojektes „Dynamiken von Gruppenkonflikten in multinationalen Mehrebenensystemen“ organisiert und aus dem Exzellenzcluster „Kulturelle Grundlagen von Integration“ an der Universität Konstanz finanziert. Zugleich diente die Tagung als Jahrestagung der Themengruppe „Föderalismus“ der DVPW. Die 24 Referentinnen und Referenten kamen aus zehn verschiedenen Ländern, von Kanada über West- und Mitteleuropa bis Südafrika.
Im Zentrum der Tagung stand die Frage, wie multinationale Staaten mit neuen Herausforderungen der Diversität umgehen, wie Lösungen territorialer und nicht-territorialer Akkommodierung umgesetzt werden, um Konflikte zu reduzieren, und wie dies auf die innerstaatliche Machtverteilung rückwirkt. Damit wurde eine Schnittstelle zwischen der territorial orientierten Föderalismusforschung einerseits und der gruppenorientierten Multikulturalismusforschung andererseits neu ausgelotet und die theoretische Erfassung von Mehrebenendynamiken in multinationalen Kontexten vorangetrieben. Die Beiträge gruppierten sich in Panels zu den folgenden Themen:
1. Accomodating Diversity and Territorial Dynamics in Established Democracies; 2. Non-territorial or Cultural Autonomy in Theory and Practice; 3. Accomodating Diversity in Central and Eastern Europe; 4. Policies of Accomodating Diversity in Emerging or Partial Democracies; 5. Normative and Theoretical Reflections on Accomodating Diversity; 6. Immigrant and National minorities: Accomodation or Conflict Intensification; 7. Territorial Party Politics: Party Competition, Strategies and Dynamics.
Detaillierte Informationen zur Tagung sowie die Abstracts der einzelnen Beiträge sind der Tagungswebseite zu entnehmen unter www.exc16.de/cms/accommodating-diversity.html

 

DVPW-Kongress 2012

Im Rahmen des für den Kongress veranstalteten Panels „Föderalismus und Demokratie“ wurden drei Referate vorgestellt. Arthur Benz (TU Darmstadt) und Sabine Kropp (Uni Speyer) präsentierten ein gemeinsames Paper zum Thema „Föderalismus zwischen Demokratie und Autokratie – Vereinbarkeiten und Sollbruchstellen.“

(Link: https://www.dvpw.de/fileadmin/docs/Kongress2012/Paperroom/2012F%F6deralismus-Benz-Kropp.pdf

Peter Niesen (TU Darmstadt) befasste sich aus theoretischer Perspektive mit dem Thema „Föderalismus und Demokratie: Fragen eines lesenden Theoretikers“; Klaus Detterbeck (Otto von Guericke Universität Magdeburg) referierte schließlich über das „Verhältnis von Föderalismus und Parteiendemokratie“.