Deutsche Vereinigung für Politikwissenschaft
Föderalismus

 

Workshop vom 12. Februar 2021 zu

«Neue Forschungsthemen im Bereich Föderalismus und Multilevel Governance»

Institut für Föderalismus in Fribourg/CH, via zoom

Organisation: Prof. Nathalie Behnke, Prof. Sabine Kropp & Prof. Sean Müller

Ko-Organisation: Prof. Eva Maria Belser & Prof. Siegfried Weichlein, Uni Fribourg

Programm:

8h30–8h45

Begrüssung

8h45–9h30

Sabine Kropp & Soeren Keil: Emerging Federal Models in the Post-Cold War Era

9h30–10h15

Achim Hildebrandt & Eva-Maria Trüdinger: Einstellungen zum Föderalismus und regionale Identität in den deutschen und öster­reichischen Bundesländern sowie in den Schweizer Kantonen

10h15–10h30

Pause

10h40–11h15

Sean Mueller & Pirmin Bundi: Political Culture(s) Under Threat? How Language Influences Attitudes toward Multilevel Governance

11h15–12h

Rahel Freiburghaus: Subnationale Interessenvertretung in der Schweiz – (regionale) Medien als wegbrechendes Sprachrohr der Kantonsregierungen?

12h–13h

Mittagspause

13h–13h45

Bettina Petersohn, Johanna Schnabel & Dietmar Braun: Fiscal Consolidation and Federal Performance

13h45–14h30

Alexander Arens: Who does what? State and explanation of the division of tasks in federal Switzerland, 2010–2020

14h30–14h45

Pause

14h45–15h30

Soeren Keil & Jared Sonnicksen: Patterns of Federalization and Democratization – Dynamics, Interactions, Tensions, Outcomes

15h30–16h

Diskussionsrunde “Wie weiter mit der TG?”

 

 

Vergangene Events

Im Juni 2014 fand an der FU Berlin eine internationale und interdisziplinär angelegte Tagung zum Thema „Das Teilen beherrschen. Analysen zur Reform des föderalen Finanzausgleichs 2019“ statt, an der ebenfalls die Themengruppe beteiligt war. Die Tagung wurde gemeinsam von Sabine Kropp (Otto-Suhr-Institut FU Berlin) Joachim Wieland (Universität Speyer), Felix Knüpling (Forum of Federations) und René Geißler (Bertelsmann-Stiftung) organisiert. Im Mittelpunkt der vorgestellten Beiträge und Papiere sowie der Diskussionen stand die Frage, wie der Finanzausgleich als tragende Säule des föderalen Systems neu gestaltet werden kann. Wissenschaftler-/innen aus unterschiedlichen Disziplinen, nämlich der Rechts-, Politik-, Verwaltungs- und Wirtschafts-/Finanzwissenschaften, erörterten Chancen und Grenzen der Reform. Die derzeit diskutierten Vorschläge und Gutachten (bedarfsorientierter Ausgleich, vertikale und horizontale Komponenten,  lokale Finanzen, Wirkungen von Schuldenbremsen etc.) wurden am zweiten Konferenztag durch komparative Analysen gespiegelt. Daneben band die Tagung Praktiker-/innen ein, um einen Transfer der wissenschaftlichen Forschung in die Praxis zu leisten und umgekehrt Positionen und Erfahrungen von Praktikern für die wissenschaftliche Diskussion nutzbar zu machen. Insgesamt wurde deutlich, dass trotz z.T. weitreichender Reformvorschläge mit begrenzten Korrekturen zu rechnen ist.

Die Themengruppe beteiligte sich auf dem DVPW-Kongress 2015 mit einem Workshop zum Thema „Organisation von Sicherheit und Sicherung der Freiheit in föderalen Staaten“. Die drei Beiträge von Jared Sonnicksen (TU Darmstadt), Detlef Sack (Universität Bielefeld) und Hartmut Aden (Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin) befassten sich mit dem Spannungsverhältnis zwischen freiheitssichernder Dezentralisierung und Machtteilung und der für die Sicherheit erforderlichen Zusammenarbeit der zuständigen Polizeibehörden am Beispiel der USA und der Bundesrepublik Deutschland. Die lebhafte Diskussion verdeutlichte den Bedarf für weitere Forschung, aber auch die besonderen Schwierigkeiten der Informationsgewinnung in diesem Forschungsfeld. In der Mitgliederversammlung wurden Nathalie Behnke, Arthur Benz und Sabine Kropp als Leitungsteam der Themengruppe bestätigt.

Im Dezember 2015 fand eine Tagung zu „Political elites and institutions in multi-level countries: A comparative perspective” an der Freien Universität Berlin statt. Organisatorinnen waren Elena Semenova (FU Berlin) und Sabine Kropp (FU Berlin).

An derDrei-Länder-Tagung 2016 in Heidelberg organisierte die TG Föderalismus 5 Panels zu Regionaliserungsprozessen in Nationalstaaten.

Auch am DVPW-Kongress 2018 nahm die TG Föderalismus mit mehreren Panels teil.

 

 

Internationale Tagung „Variety and Dynamics of Multilevel Governance in Canada and Europe“

Am 12. und 13. Juni 2014 fand an der TU Darmstadt eine internationalen Tagung zum Thema „Variety and Dynamics of Multilevel Governance in Canada and Europe“ statt, an der sich die Themengruppe beteiligte. Organisiert wurde die Veranstaltung von Arthur Benz, (Institut für Politikwissenschaft der TU Darmstadt) und Joan DeBardeleben (Center for European Studies der Carleton University Ottawa). Die vorgestellten Papiere und Diskussionen zeigten einerseits die Vielfalt der Politikmuster, die in der Mehrebenenkoordination zu beobachten ist. Sie machten andererseits darauf aufmerksam, dass die Differenzierung und Kombination von Koordinationsformen Dynamiken generieren kann, die Politikinnovationen fördern können. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Tagung waren sich einig, dass die sich hieraus ergebende Forschungsperspektive weiter verfolgt werden soll.

 

 

Workshop „Föderalismus, Demokratie und Autokratie“, 27. Juni 2013, TU Darmstadt
Am 27. Juni 2013 fand in Darmstadt ein Workshop statt, der mit dem Thema „Föderalismus, Demokratie und Autokratie“  einen Aspekt der Theorie des Föderalismus behandelte. Der Diskussion lagen Papiere von Arthur Benz (TU Darmstadt), Thomas Hüglin (Wilfried Laurier University Waterloo/Kanada) und Sabine Kropp (Universität Speyer) zugrunde, die durch Hans-Joachim Lauth (Universität Würzburg) und Michael Stoiber (FernUniversität in Hagen) kommentiert wurden. Die intensiven Diskussionen sollen durch weitere Workshops fortgesetzt werden.

 

 

Tagung "New Policies of Accomodating Diversity - Challenges and Opportunities for Multilevel States", 13.-15. Juni 2013, Universität Konstanz
Von Donnerstag, 13. Juni bis Samstag, 15. Juni 2013, fand an der Universität Konstanz eine internationale Tagung zum Thema „New Policies of Accommodating Diversity – Challenges and Opportunities for Multilevel States“ statt. Die Tagung wurde von Nathalie Behnke und Bettina Petersohn im Rahmen ihres Forschungsprojektes „Dynamiken von Gruppenkonflikten in multinationalen Mehrebenensystemen“ organisiert und aus dem Exzellenzcluster „Kulturelle Grundlagen von Integration“ an der Universität Konstanz finanziert. Zugleich diente die Tagung als Jahrestagung der Themengruppe „Föderalismus“ der DVPW. Die 24 Referentinnen und Referenten kamen aus zehn verschiedenen Ländern, von Kanada über West- und Mitteleuropa bis Südafrika.
Im Zentrum der Tagung stand die Frage, wie multinationale Staaten mit neuen Herausforderungen der Diversität umgehen, wie Lösungen territorialer und nicht-territorialer Akkommodierung umgesetzt werden, um Konflikte zu reduzieren, und wie dies auf die innerstaatliche Machtverteilung rückwirkt. Damit wurde eine Schnittstelle zwischen der territorial orientierten Föderalismusforschung einerseits und der gruppenorientierten Multikulturalismusforschung andererseits neu ausgelotet und die theoretische Erfassung von Mehrebenendynamiken in multinationalen Kontexten vorangetrieben. Die Beiträge gruppierten sich in Panels zu den folgenden Themen:
1. Accomodating Diversity and Territorial Dynamics in Established Democracies; 2. Non-territorial or Cultural Autonomy in Theory and Practice; 3. Accomodating Diversity in Central and Eastern Europe; 4. Policies of Accomodating Diversity in Emerging or Partial Democracies; 5. Normative and Theoretical Reflections on Accomodating Diversity; 6. Immigrant and National minorities: Accomodation or Conflict Intensification; 7. Territorial Party Politics: Party Competition, Strategies and Dynamics.
Detaillierte Informationen zur Tagung sowie die Abstracts der einzelnen Beiträge sind der Tagungswebseite zu entnehmen unter www.exc16.de/cms/accommodating-diversity.html