Deutsche Vereinigung für Politikwissenschaft
Frist: 30.09.2021

Call for Panel and Paper Abstracts - Jahrestagung der Themengruppe „Polar- und Meerespolitik“ der DVPW an der FernUniversität in Hagen, 24.-25. Februar 2022

Im Zuge zunehmender Erschließung und Nutzung, aber auch  dramatischer Veränderungen aufgrund der Erderwärmung nimmt die soziale, politische, wirtschaftliche und ökologische Bedeutung der Meeres- und Polargebiete stetig zu. Die Geschwindigkeit der Veränderungen und große Wissenslücken über diese schwer zugänglichen Räume und ihre Dynamiken bedingen einerseits eine enge Verknüpfung von politischen Prozessen und Wissensproduktion und stellen Politik und Wissenschaft andererseits vor große Herausforderungen. Die UNESCO hat darum das dritte Jahrzehnt dieses Jahrtausends zur Dekade der Meeresforschung erklärt (2021-2030). Zwar haben sich hierzu auch sozialwissenschaftliche Initiativen gebildet, in der Meeres- und Polarforschung spielen die Sozialwissenschaften aber eine untergeordnete Rolle. Vor diesem Hintergrund findet die Jahrestagung der Themengruppe Polar- und Meerespolitik der DVPW am 24. und 25. Februar 2022 an der FernUniversität in Hagen statt. Sie soll zum einen der Präsentation von politikwissenschaftlicher Polar- und Meeresforschung dienen. Zum anderen sollen Wissen, Wissensproduktion und Wissensordnungen in der

Polar- und Meerespolitik unter dem Fokus der Tagung „Polares und marines Wissen“ selbst zum Gegenstand werden. Besonders erwünscht sind daher Beiträge, die sich empirisch-analytisch und/oder normativ bzw. kritisch unter anderem. zu folgenden Themen äußern:

 *   Soziologie und Politik der Wissensproduktion über Meere und Polargebiete

 *   Verknüpfung von Meeres- und Polarforschung mit Meeres- und Polarpolitik in Politikfeldern, Staaten, Institutionen oder Praktiken

 *   Polare und marine Wissensordnung, z.B. Konkurrenz von medial vermitteltem Wissen, traditionellem Wissen und Wissenschaft

 *   Kritik mariner und polarer Wissensmodi, z.B. Arctic Orientalism und Arctic Exceptionalism

 *   Kritische Reflexion disziplinärer Grenzen und Möglichkeiten der Wissensproduktion zu Meeren und Polargebieten

Über diesen Schwerpunkt hinaus ist die Veranstaltung als offene Tagung konzipiert, sodass wir auch ausdrücklich Beiträge einladen, die andere relevante Themen der Polar- und Meerespolitik diskutieren, wie etwa:

 *   Die Polregionen und die See als Arenen von Konflikt und Kooperation

 *   Staatliche und nichtsstaatliche Akteure der Polar- und Meerespolitik

 *   Governance polarer und anderer regionaler maritimer Räume

 *   Globale Meeresgovernance, Strukturen und neue Entwicklungen

 *   Maritime Kriminalität und Sicherheit

 *   Fischerei und Blue Economy

 *   Implikationen der globalen Erwärmung für polare und maritime Räume

Auch historische und vergleichende Studien sowie Analysen tagesaktueller Entwicklungen sind willkommen.

Die Tagung ist als Plenarveranstaltung konzipiert, so dass ca. 25 Paper vorgestellt werden können. Bei größerem Bedarf können in begrenztem Umfang Parallelsitzungen vorgesehen werden.

Die primäre Konferenzsprache ist Deutsch. Die schriftlichen Ausarbeitungen der Papers sowie die Präsentationen von Teilnehmer*innen, deren Muttersprache nicht Deutsch ist, können jedoch auf Englisch sein.

Vorschläge für einzelne Paper reichen Sie bitte mit einem Abstract von max. 200 Wörtern und den Kontaktdaten aller Autor*innen ein.

Panelvorschläge benötigen mindestens drei Beiträge. In diesem Falle reichen Sie bitte ein Abstract von max. 200 Wörtern für das gesamte Panel und max. 200 Wörtern für jedes einzelne Paper sowie die Kontaktdaten aller Panelteilnehmer*innen ein.

Einreichungen bitte bis zum 30. September 2021 an: polarmardvpwde