Deutsche Vereinigung für Politikwissenschaft

Informationen zur Arbeit des Ständigen Ausschusses für Frauenförderung und Gleichstellung (AFG) (bis zur Satzungsänderung am 29.9.2016 Ständiger Ausschuss für Fragen der Frauenförderung) der Deutschen Vereinigung für Politikwissenschaft (DVPW)  


 
Geschichte des AFG

Auf einen Beschluss der DVPW-Mitgliederversammlung aus dem Jahr 1994 wurde der Ständige Ausschuss für Frauenförderung und Gleichstellung (AFG), bis 2016 unter dem Namen Ständiger Ausschuss für Fragen der Frauenförderung (StAFF), gegründet. Das derzeit vierköpfige Gremium rekrutiert sich aus Mitgliedern des Vorstands sowie aus Vertreterinnen des Arbeitskreises Politik und Geschlecht. Seine Amtszeit dauert drei Jahre.
 
Der AFG berät den Vorstand der DVPW. Er hat sich zudem zu einer Schnittstelle für die Kooperation mit anderen Gremien innerhalb der DVPW entwickelt.
 
Im Jahr 1999 beschlossen Vorstand und Beirat der DVPW auf Anregung des StAFF eine Agenda zur Frauenförderung. Diese sieht u.a. eine Selbstverpflichtung der Unter­gliederungen der DVPW zur Erhöhung des Frauenanteils bei den Kongressen vor. Die Agenda wurde im Mai 2011 aktualisiert.
 
 

Frauen in der DVPW
Die Diskriminierung von Politikwissenschaftlerinnen als Frauen war und ist der Ausgangspunkt der Arbeit des AFG. Differenzierte Ergebnisse über Diskriminierungserfahrungen und über die Situation von Frauen in der Politikwissenschaft lieferten zwei Erhebungen zur  Situation von Frauen in der DVPW, die der StAFF in den Jahren 1997 und 2000 durchführte, sowie die DVPW-Mitgliederbefragung von 2015, die einen Schwerpunkt auf Fragen der Gleichstellung und der Vereinbarkeit von Wissenschaft und Fürsorgetätigkeiten legt.
 
Frauen bilden in der DVPW inzwischen einen wichtigen Teil der Mitgliedschaft. Ihr Anteil stieg von weniger als 5% in den Gründungsjahren auf 12,5% im Jahr 1990 und betrug 2017 31,9%, wobei der Anteil von Professorinnen zuletzt bei 24,9% lag. 1988 wurde erstmals eine Frau Vorsitzende der DVPW. Insgesamt sind Frauen heute auf internen Führungspositionen der DVPW im Allgemeinen nicht mehr unterrepräsentiert.
 
Auch in weiteren Hinsichten konnte die Situation von Frauen in der DVPW seit Beginn der Thematisierung von Gleichstellungsfragen in den 1990er Jahren in verschiedener Hinsicht verbessert werden.
 
 

Aufgaben

Die Aufgaben des AFG umfassen die Evaluation der Situation von Frauen in der Politikwissenschaft und die Entwicklung von Vorschlägen zur Frauenförderung innerhalb der DVPW.
 
Der AFG bemüht sich um eine angemessene Repräsentanz von Frauen in der DVPW, z.B. bei den Kongressen, in Jurys, bei Wahlämtern sowie bei der Politischen Vierteljahresschrift (PVS). Zudem unterstützt der AFG die Verankerung der politikwissenschaftlichen Geschlechterforschung.
 
Im Jahr 2003 beschloss die Mitgliederversammlung die regelmäßige Erhebung nach Geschlecht aufgeschlüsselter Daten zu Mitgliedern und Aktivitäten der Untergliederungen. Dieses Gender-Monitoring soll die Entwicklung weiterer Frauenfördermaßnahmen ermöglichen.
  
Der AFG hat seit seiner Gründung eine Reihe von weiteren Vorschlägen zur Frauen­förderung innerhalb der DVWP ausgearbeitet. Er formulierte eine Empfehlung an die Ethik­kommission der DVPW zum Umgang mit Fällen von geschlechtsspezifischer Diskriminie­rung und sexueller Belästigung. Auf seine Anregung wurde auch eine Vertrauensperson für sexuelle Belästigung und sexualisierte Gewalt eingesetzt.
  
 

Mitglieder des AFG

Haben wir Ihr Interesse geweckt? Haben Sie noch Fragen oder Anregungen für die Arbeit des AFG?
 
So erreichen Sie uns:
 
Prof. Dr. Julia Lepperhoff (Sprecherin), Ev. Hochschule Berlin, julialepperhoff(at)web.de
 
Prof. Dr. Claudia Landwehr (Sprecherin), Johannes Gutenberg-Universität Mainz, landwehr(at)politik.uni-mainz.de

Prof. Dr. Patricia Graf, Business School Berlin, patricia.graf(at)businessschool-berlin.de

Prof. Dr. Armin Schäfer (Sprecher), Westfälische Wilhelms-Universität Münster, aschaefer(at)uni-muenster.de
  
 
Auskünfte erteilt auch gern die Geschäftsstelle der DVPW:
Felix W. Wurm, dvpw(at)dvpw.de
  
 
 
Informationen zum Gender-Monitoring
 
Agenda zur Frauenförderung in der DVPW von 2011
 
 
Lehr- und Informationsmaterial zur politikwissenschaftlichen Geschlechterforschung bietet u.a. "Gender-Politik-Online" (http://www.gender-politik-online.de/)