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StAFF

 
Informationen zur Arbeit des Ständigen Ausschusses für Frauenförderung und Gleichstellung (bis zur Satzungsänderung am 29.9.2016 Ständiger Ausschuss für Fragen der Frauenförderung) der Deutschen Vereinigung für Politikwissenschaft (DVPW)  
 
Geschichte des StAFF
 
Die Gründung des Ständigen Aus­schus­ses für Fragen der Frauen­för­de­rung (StAFF) geht auf einen Beschluss der DVPW-Mit­glie­der­­ver­sammlung aus dem Jahr 1994 zurück. Der StAFF be­gann seine Arbeit 1995. Das derzeit fünf­köpfige Gremium rekrutiert sich aus Mit­gliedern von Vorstand und Beirat sowie aus Ver­treterinnen des Arbeits­kreises Politik und Ge­schlecht. Seine Amtszeit dauert drei Jahre.
 
Der StAFF berät Vorstand und Beirat der DVPW. Er hat sich zu einer Schnitt­stelle für die Kooperation mit anderen Gremien innerhalb der DVPW entwickelt.
 
Im Jahr 1999 beschlossen Vorstand und Beirat der DVPW auf Anregung des StAFF eine Agenda zur Frauen­för­de­rung. Diese sieht u.a. eine Selbst­ver­pflichtung der Unter­­gliederungen der DVPW zur Er­höhung des Frauenanteils bei den Kongressen vor. Die Agenda wurde im Mai 2011 aktualisiert und ist auf der Homepage der DVPW zu finden (https://www.dvpw.de/wir/frauen/agenda.html).
 
 
Frauen in der DVPW
 
Die Diskriminierung von Poli­tik­­wissen­schaft­lerinnen als Frauen ist der Aus­gangs­punkt der Arbeit des StAFF. Dif­fe­ren­zierte Ergebnisse über Diskri­mi­nie­rungs­­erfah­rungen liefern zwei Er­he­bungen zur Situation von Frauen in der DVPW, die der StAFF in den Jah­ren 1997 und 2000 durchführte.
 
Frauen bilden in der DVPW inzwischen einen wichtigen Teil der Mitglied­schaft. Ihr Anteil stieg von weniger als 5% in den Gründungsjahren auf 12,5% im Jahr 1990 und betrug 2008 26,2%, wobei der Anteil von Profes­so­rin­nen zuletzt bei 18,8% lag. 1988 wurde erst­mals eine Frau Vor­sitzende der DVPW. Insgesamt sind Frauen heute auf in­ter­­nen Führungs­posi­tionen der DVPW im Allgemeinen nicht mehr unter­repräsen­tiert.
 
Auch in weiteren Hinsichten konnte die Situation von Frau­en in der DVPW seit Beginn der Thematisierung von Gleich­stellungsfragen in den 1990er Jah­­­ren in verschiedener Hinsicht ver­bessert werden.
 
 
Aufgaben
 
Die Aufgaben des StAFF um­fassen die Eva­lu­ation der Situa­tion von Frauen in der Politik­wissen­schaft und die Ent­wick­lung von Vor­schlä­gen zur Frauen­­för­de­rung innerhalb der DVPW.
 
Der StAFF bemüht sich um eine ange­mes­sene Repräsentanz von Frauen in der DVPW, z.B. bei den Kon­gressen, in Jurys, bei Wahl­ämtern sowie bei der Po­li­­tischen Viertel­jahresschrift (PVS). Zu­dem unter­stützt der StAFF die Veran­kerung der politik­­wissen­­­schaft­lichen Ge­schlech­ter­­for­schung.
 
Im Jahr 2003 beschloss die Mit­glieder­­ver­­­­sammlung die regelmäßige Erhe­bung nach Geschlecht aufgeschlüsselter Da­ten zu Mitgliedern und Akti­vitäten der Unter­glie­derungen. Dieses Gender-Moni­toring soll die Ent­wicklung weiterer Frauen­­för­de­rmaßnahmen ermöglichen.
 
Gemein­sam mit der 2003 ge­grün­deten Task Force Nach­wuchs­­förderung regte der StAFF eine AbsolventInnen-Be­fra­gung an, die die Ursachen für die hohe Abbruch-Quote bei Habili­tan­dinnen er­hellen soll.
 
Der StAFF hat seit seiner Gründung eine Reihe von weiteren Vorschlägen zur Frauen­­förderung innerhalb der DVWP ausgearbeitet. Er formulierte eine Em­pfehlung an die Ethik­­kom­mis­sion der DVPW zum Um­gang mit Fällen von ge­schlechts­­spe­zi­fi­scher Dis­kri­mi­nie­rung und sexueller Be­läs­tigung.
 
Einige Vorschläge des StAFF sind auch den männ­lichen DVPW-Mitgliedern zu­­gute gekommen: So geht z.B. die Aus­schreibung der Wis­sen­­schafts­preise auf eine Initiative des StAFF zurück. Die Bemüh­ungen des StAFF um Trans­parenz inner­halb der DVPW führten u.a. zu dem Vor­­schlag, durch Call for Papers die Auswahlverfahren für die Re­kru­tie­rung von ReferentInnen für die Kongresse stärker zu öffnen.
 
 
Mitglieder des StAFF
 
Haben wir Ihr Interesse geweckt? Haben Sie noch Fragen oder An­regungen für die Arbeit des StAFF?
 
So erreichen Sie uns:
 
Prof. Dr. Julia Lepperhoff (Sprecherin), Ev. Hochschule Berlin, julialepperhoff(at)web.de
 
Dr. Rolf Frankenberger (Sprecher), Eberhard Karls Universität Tübingen, rolf.frankenberger(at)uni-tuebingen.de
 
Dr. Patricia Graf, BTU Cottbus, patricia.graf(at)b-tu.de
 
Prof. Dr. Claudia Landwehr, Johannes Gutenberg-Universität Mainz, landwehr(at)politik.uni-mainz.de
 
 
Auskünfte erteilt auch gern die Geschäftsstelle der DVPW:
Felix W. Wurm, dvpw(at)dvpw.de
 
 
 
 
Informationen zum Gender-Monitoring
 
Agenda zur Frauenförderung in der DVPW von 1999
 
 
Lehr- und Informationsmaterial zur politikwissenschaftlichen Geschlechterforschung bietet u.a. "Gender-Politik-Online" (http://www.gender-politik-online.de/)