Deutsche Vereinigung für Politikwissenschaft
18.08.2021

Zu treuen Händen? Verbraucherdatenschutz und digitale Selbstbestimmung (Eine Online-Vortragsreihe der Verbraucherzentrale NRW e. V.)

Online-Vortragsreihe: Zu treuen Händen? Verbraucherdatenschutz und digitale Selbstbestimmung
Vortrag 2: Daten-Governance, Treuhandmodelle und die Verteilung von Nutzen und Risiken

von Prof.in Dr. Ingrid Schneider (Universität Hamburg)

Mittwoch, den 18. August 2021, 13:00 - 14:30 Uhr (über Zoom).

Auf der Suche nach Modellen, die Alternativen zu den bestehenden Geschäftsmodellen der plattformbasierten Datenökonomie eröffnen könnten, werde ich vier Governance-Formen untersuchen, die Daten (1) als privates Gut, (2) als öffentliches Gut, (3) als Gemeingut und (4) mittels einer Treuhänderschaft bewirtschaftet sehen wollen. Die entsprechenden Geltungsansprüche sollen hinterfragt werden. Wie kann die informationelle Selbstbestimmung derjenigen, die Daten zur Verfügung stellen, gewahrt werden? Und kann eine Brücke zwischen geregelter kommerzieller Nutzung und der Nutzung für das Gemeinwohl geschlagen werden?

Informationen zur Tagungsreihe mit Anmeldemöglichkeit und Dokumentation der bisherigen Vorträge (YouTube-Videos): https://www.verbraucherforschung.nrw/zu-treuen-haenden-tagungsreihe-datenintermediaere-datentreuhaender-60831

 

Online-Workshops Verbraucherforschungg 2021: Konsumlust und Konsumfrust: Psychologische, soziologische und ethische Aspekte des Kaufens und Konsumierens Lust und Frust des Social-Media-Konsums: Über Verbraucher-Resilienz und deren Bedeutung für das "Social Dilemma"

Vortrag von Alena Bermes, M. Sc. und Vita E. M. Zimmermann-Janssen, M. Sc. (Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf)

Montag, den 30. August 2021, 15:00 - 16:30  Uhr (über Zoom)

Die Netflix-Dokumentation "The Social Dilemma" beleuchtet die Schattenseiten von sozialen Medien und wie diese Wahrnehmungsstörungen, Süchte oder gar Selbstmorde hervorrufen. Wenngleich Dokumentationen keine wissenschaftlichen Befunde ersetzen, so deuten sie oft auf aktuelle gesellschaftliche Probleme hin. Auch hier, denn Fakt ist: Viele Verbraucher:innen können sich einen Alltag ohne soziale Medien nicht mehr vorstellen. Dabei zeigen Umfragen, dass viele Verbraucher:innen wahrnehmen, dass ihr Social-Media-Konsum schlecht für ihre psychische Gesundheit ist und sie zu viel Zeit damit verbringen. Jedoch sei die Angst, ohne nicht mehr up to date zu sein, größer als der Wunsch, sich abzumelden – eben Lust und Frust des Social-Media-Konsums. Aber ist die komplette Abmeldung von sozialen Medien die Lösung?

Informationen zur Workshopreihe mit Anmeldemöglichkeit: https://www.verbraucherforschung.nrw/vernetzen/online-workshop-verbraucherforschung-2021-konsumlust-und-konsumfrust-56291