Das XXX. Theodor-Litt-Symposium widmet sich der sicherheitspolitischen Dimension der „Zeitenwende“ und fragt, welche Folgen die veränderte Bedrohungslage für Gesamtverteidigung, Staat, Gesellschaft, junge Menschen und politische Bildung in Deutschland hat. Mit dem Inkrafttreten des Wehrdienst-Modernisierungsgesetzes am 1. Januar 2026 hat die Debatte deutlich an politischer und gesellschaftlicher Brisanz gewonnen. Tausende von Jugendlichen haben bundesweit gegen die Wehrdienstreform, verpflichtende Elemente und eine mögliche Rückkehr zur Wehrpflicht demonstriert. Grundsätzliche Fragen stellen sich nun neu und verlangen zeitgemäße Antworten: Braucht Deutschland wieder eine Wehrpflicht? Wie lassen sich die Anforderungen an Verteidigungsfähigkeit und Zivilschutz mit individueller Freiheit, Wehrgerechtigkeit, Generationengerechtigkeit und gesellschaftlicher Akzeptanz vereinbaren? Wie können Schule und politische Bildung diese potenziell konfliktreichen Fragen so aufgreifen, dass Orientierung und Urteilsfähigkeit gestärkt und Kontroversität gewähr leistet werden? Und: Wie kann es gelingen, junge Menschen stärker in diese Debatte einzubeziehen und ihre Perspektiven angemessen zu berücksichtigen?
Die Deutsche Gesellschaft e. V., die Sächsische Landeszentrale für politische Bildung, die Deutsche Atlantische Gesellschaft e. V. und die Gesellschaft für Sicherheitspolitik e. V. laden zum XXX. Theodor-Litt Symposium ein und verbinden sicherheitspolitische Analyse mit einem generationenübergreifenden Dialog. Junge Menschen diskutieren mit Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Wissenschaft, Verbänden und politischer Bildung darüber, wie Deutschland auf die sicherheits politische Zeitenwende reagieren soll – und welche Verantwortung und Mitsprache der jungen Generation dabei zukommen. Ziel ist es, verschiedene Generationen mit ihren Erfahrungen, Erwartungen und Sichtweisen miteinander ins Gespräch zu bringen, die „Zeitenwende“ als gemeinsame gesellschaftliche Herausforderung zu verstehen und Impulse für die politische Bildung zu setzen.
Der Eintritt ist frei. Um Anmeldung wird bis zum 13. November 2026 gebeten, an: littdeutsche-gesellschaft-evde
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