Deutsche Vereinigung für Politikwissenschaft
11.05. - 12.05.2026

Inklusive Gesellschaft?!, Tutzing

Sozialwissenschaftliche Perspektiven und Bildungspraxis

Mit der Ratifizierung des Übereinkommens der Vereinten Nationen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen (UN-BRK, 2006) hat sich die Bundesrepublik Deutschland dazu verpflichtet, „ein inklusives Bildungssystem auf allen Ebenen“ (Art. 24 (1) UN-BRK) zu verwirklichen. Auch die politische Bildung steht seither in besonderer Verantwortung, von Ausgrenzung betroffene Menschen vermehrt einzubeziehen. Während das Leitbild einer inklusiven Gesellschaft lange Zeit breite Zustimmung fand, werden inklusive Bestrebungen inzwischen (wieder) zunehmend infrage gestellt. Rückläufige Akzeptanz von Vielfalt macht deutlich, dass Inklusion nicht nur bildungspolitisch, sondern gesamtgesellschaftlich unter Druck geraten ist.

Die Tagung nimmt diese Entwicklungen zum Anlass, nach dem aktuellen Stand und den Pers pektiven einer inklusiven Gesellschaft zu fragen. Im Fokus stehen konzeptionelle Ansätze inklusi ver politischer Bildung, ihre pädagogischen und didaktischen Grundlagen, ihre Wirksamkeit sowie die Bedingungen und Grenzen ihrer Weiterent wicklung. Ziel ist es, sozialwissenschaftliche Perspektiven mit bildungspraktischen Erfahrungen zu verbinden und einen Raum für Austausch und Reflexion über politische Bildung zu schaffen, die auf die gleichberechtigte Teilhabe aller Menschen in Schule, außerschulischer Bildung sowie Jugend- und Erwachsenenbildung zielt.

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