Deutsche Vereinigung für Politikwissenschaft
Frist: 25.08.2019

CfP – Kursbuch 200 – „Revolte 2020“

Kursbuch 200 – „Revolte 2020“
Beitragsaufruf für Nachwuchswissenschaftler/innen

 

Als das Kursbuch vor 200 Ausgaben antrat, etablierte es einen Ort für Gemengelagen, die nach Diskussion lechzten, für die es aber kein Forum gab. Das Kursbuch war eine Stimme einer Generation, die darum bemüht war, ihre Fragen gegen die Tabuisierung durchzusetzen. Demgegenüber vereint unsere heutige Gesellschaft so viele – gleichzeitig nebeneinanderstehende – Perspektiven, dass kein Fluchtpunkt mehr als gemeinsam zu erkennen ist. Entsprechend dynamisieren sich auch Protestformen. An die Stelle von markanten Konfliktlinien treten kleinteiligere Veränderungsdebatten und Demonstrationen und Happenings werden durch virtuelle Debatten ergänzt. Protest und Revolte, so scheint es, transformieren nicht nur Gesellschaften, sondern sind selbst Objekt von Transformationsprozessen. Die 200. Ausgabe des Kursbuchs kehrt deshalb kurzfristig wieder zu seinen Wurzeln zurück. Wie werden Protest und Revolte heute legitimiert? Gibt es ein Früher im Heute? Wo ist der jakobinische Tugendterror noch zu finden? Gegen was kann man überhaupt noch sein? Welche Begründungsszenarien von Revolte und Protest gelten heute noch? Und wie sehen die Revolutionen unserer Zeit aus?

In einer eigenen Rubrik geben die Herausgeber des Kursbuchs jungen Nachwuchswissenschaftler/innen die Möglichkeit, eigene Zugänge und Reflektionen zum
Thema „Revolte 2020“ im entsprechenden Kursbuch zu veröffentlichen. Die Form der Beiträge ist nachrangig – wichtig ist vor allem das gute Argument, die unerwartete Perspektive und ein innovativer Zugang zum Thema. Dabei ist es unerheblich, aus welcher Disziplin die Beiträge
stammen.

Zeitplanung, Auswahlverfahren und Formalia

Damit wir Ihren Beitrag im Auswahlverfahren berücksichtigen können, bitten wir um die
Einreichung eines einseitigen Abstracts bis zum 25. August 2019. Beiträge aus dem nichtdeutschsprachigen Ausland können auf Englisch eingereicht werden. Dabei sind verschiedene Textformen – vom klassischen Essay über Literaturstrecken bis hin zu experimentellen Formaten – möglich. Ihr Abstract schicken Sie bitte als PDF-Dokument per E-Mail an Luise Ritter (ritterkursbuch-kulturstiftungorg). Wir bitten außerdem um eine Kurzbiographie (max. 100 Wörter).

Aus den eingesendeten Exposés werden die Herausgeber einen Beitrag auswählen, der in der Print und in der eBook-Version des Kursbuchs 200 „Revolte 2020“ gegen ein angemessenes Honorarveröffentlicht wird. Die Auswahl des Beitrags für das Kursbuchs sowie für die Veröffentlichung als eSingle erfolgt auf Basis der Exposés und wird durch die Herausgeber getroffen.

Die endgültige Einladung zur Beitragseinreichung für das Kursbuch 200 „Revolte 2020“ erfolgt nach positiver Einschätzung bis zum 01. September. Der endgültige Abgabetermin für den vollständigen Beitrag im Umfang von bis zu 30.000 Zeichen (ohne Leerzeichen) ist der 18. Oktober 2019.

Die eingereichten Beiträge werden anschließend durch die Herausgeber und die Redaktion des Kursbuchs lektoriert. Bitte beachten Sie, dass sich im Zuge des Lektorats in der Regel einige Hinweise zur Überarbeitung der Texte ergeben. Diese Hinweise werden von den Herausgebern zeitnah kommuniziert.


Über das Kursbuch

Das Kursbuch wurde 1965 von Hans Magnus Enzensberger zusammen mit Karl Markus Michel gegründet. Als einer der wichtigsten kritischen Begleiter der bundesdeutschen Öffentlichkeit setzte die Kulturzeitschrift Themen, die sonst nicht auf der öffentlichen Agenda standen.

Demgegenüber gilt es heute, im vorhandenen Themendickicht neue Schneisen zu schlagen und überraschende und ungewohnte Verbindungen herzustellen. Unter der Herausgeberschaft von Peter Felixberger und Armin Nassehi bietet das Kursbuch solche neuen unerwarteten Perspektiven an. Nicht die großen Unterschiede werden diskutiert, sondern das, was einen Unterschied macht.

Das Kursbuch beleuchtet ein breites Spektrum gesellschaftlicher, politischer, sozialer und kultureller Themen, setzt dabei aber jeweils einen Schwerpunkt, der von den Autor/innen aus interdisziplinärer Perspektive beleuchtet wird. Kernanliegen des Kursbuchs ist, möglichst viele, variante Perspektiven auf das Schwerpunktthema zu vereinen. Die Hefte setzen sich aus bis zu 15 Beiträgen zusammen und haben einen Umfang von jeweils circa 200 Seiten.


Weitere Informationen

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an Luise Ritter (ritterkursbuch-kulturstiftungorg).