Deutsche Vereinigung für Politikwissenschaft
Veröffentlicht am: 27.05.2024

Postdoctoral Researchers International Mobility Experience PRIME 2024/25

TBD, TBD

Bewerbungsfrist: 30.08.2024

Beginn: 01.06.2025

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Programmziel

Aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) unterstützt der DAAD mit dem Förderprogramm PRIME die internationale Mobilität in der Postdoktorandenphase durch befristete Stellen an deutschen Hochschulen. Ziel des Programms ist es, ein selbstgewähltes Forschungsvorhaben im Ausland durchzuführen und damit einen wichtigen Qualifizierungsschritt für die spätere Berufslaufbahn in der Wissenschaft zu erlangen. Postdoktorandinnen und Postdoktoranden, die ihre berufliche Laufbahn langfristig in Deutschland sehen, erhalten durch eine befristete Anstellung an einer deutschen Hochschule eine Förderung für einen Forschungsaufenthalt im Ausland. Die Förderung beinhaltet neben der Auslandsphase auch eine verpflichtende Rückkehrphase zur (Re-)Integration in das deutsche Wissenschaftssystem.

Wer kann sich bewerben?

Bewerben können sich überdurchschnittlich qualifizierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aller Fachbereiche, die ihre Promotion vor Förderbeginn mit sehr gutem Ergebnis abgeschlossen haben. Eine Bewerbung ist unabhängig von Nationalität und aktuellem Aufenthaltsort möglich. Einschränkungen können sich in Abhängigkeit von Nationalität und Aufenthaltsort jedoch bei der Wahl des Ziellandes für den Auslandsaufenthalt ergeben (s. Βewerbungsvoraussetzungen).

Was wird gefördert?

Gefördert wird eine 18-monatige Anstellung an einer deutschen Hochschule zur Durchführung eines zwölfmonatigen Auslandsaufenthalts mit anschließender Rückkehrphase in Deutschland. Innerhalb der zwölf Auslandsmonate sind ebenso Aufenthalte in mehreren Ländern oder auch in mehreren wissenschaftlichen Einrichtungen innerhalb eines Landes möglich. Geben Sie bitte alle geplanten „Zielinstitutionen“ im Bewerbungsformular an.

Dauer der Förderung

Die ersten zwölf Monate der Förderung sollten im Ausland (Auslandsphase) und die restlichen sechs Monate in Deutschland (Rückkehrphase) verbracht werden (Modell 12+6). Wenn wissenschaftliche, versicherungs-oder aufenthaltsrechtliche Gründe dies erfordern, können mit Genehmigung des DAAD auch andere Modelle gewählt werden. Voraussetzung für die Entsendung ins Ausland ist die Integration ins deutsche Sozialversicherungssystem. Die Versicherung vor Ort, die die Beiträge zur Rentenversicherung einzieht, trifft die rechtsverbindliche Entscheidung, wann die Entsendung beginnen darf.

Förderleistungen

Der DAAD schließt mit der jeweiligen deutschen Hochschule einen Zuwendungsvertrag ab, wodurch die Kosten für das reguläre Gehalt und den monatlichen Auslandszuschlag abgedeckt werden.

  • Gehalt: reguläre Anstellung an einer deutschen Hochschule gemäß TV-L Entgeltgruppe 13; befristet auf 18 Monate. Über die Einstufung innerhalb der Entgeltgruppe entscheiden die Hochschulen im Einstellungsverfahren auf Basis der Berufserfahrung der Geförderten.
  • Auslandszuschlag: Der monatliche Zuschlag für den Forschungsaufenthalt im Ausland richtet sich nach der Zonenstufe des Zielortes und dem Brutto-Grundgehalt der Geförderten.
  • Reisekostenpauschale: Die Geförderten erhalten eine Reisekostenpauschale nach den DAAD-Sätzen für promovierte Wissenschaftlerinnen/Wissenschaftler. Ein Anspruch besteht ebenfalls für Ehepartner bzw. Lebenspartner (im Sinne des Gesetzes über die Eingetragene Lebenspartnerschaft) und Kinder, die die Geförderten für mindestens einen Monat ins Ausland begleiten. Die Reisekostenpauschale ist nicht Bestandteil der Zuwendung an die beteiligte deutsche Hochschule, sondern wird als zusätzliche Leistung direkt durch den DAAD ausgezahlt.

Bewerbungsvoraussetzungen

Formale Antragsberechtigung

  • Nur wissenschaftlich überdurchschnittlich geeignete Kandidatinnen/Kandidaten, die bereits Publikationen veröffentlicht haben - auch als Zweitautoren - können berücksichtigt werden. Sie müssen die Promotion vor Förderbeginn mit hervorragendem Ergebnis abgeschlossen haben. Bei nicht benoteter Promotion entscheidet die DAAD-Auswahlkommission. Eine Bewerbung in der Endphase der Promotion wird nicht empfohlen, ist aber möglich.
  • Eine Bewerbung ist in der Regel bis zu sechs Jahre nach der (ersten) Promotion möglich. Eltern- und Pflegezeiten werden berücksichtigt.
  • Für den Forschungsaufenthalt im Ausland kommt jedes Zielland (außer Deutschland) in Frage, solange die Bewerbenden in den drei Jahren vor dem Bewerbungsschluss am 30. August 2024 insgesamt nicht länger als 12 Monate in diesem Land gelebt und/oder gearbeitet haben (Mobilitätsbedingung). Zeiten des Aufenthalts, die der Erlangung eines Flüchtlingsstatus im Rahmen der Genfer Flüchtlingskonvention dienen, fallen nicht unter diese Regelung.
  • Wenn der Forschungsaufenthalt im Ausland nicht in einem der EU-Mitgliedstaaten durchgeführt wird, so müssen die Bewerbenden entweder Staatsbürger/Einwohner eines EU-Mitgliedstaats sein oder mindestens eine dreijährige Forschungstätigkeit in einem EU-Mitgliedstaat unmittelbar vor Bewerbungsschluss nachweisen können. Wird diese Bedingung bei der Wahl des Ziellandes nicht erfüllt, so wird der Antrag als formal unzulässig abgelehnt.
  • Für eine Förderung von im Ausland lebenden Bewerbenden wird erwartet, dass sie die Absicht haben, nach Abschluss der Rückkehrphase ihre Laufbahn in Deutschland fortzusetzen.
  • Antragstellende, die bereits in einem unbefristeten Arbeitsverhältnis bei der Forschungseinrichtung stehen, die als aufnehmende Einrichtung für die angestrebte Forschungstätigkeit fungieren soll, können nicht gefördert werden.
  • Auslandsphase und Rückkehrphase in Deutschland sind als feste Bestandteile des Programms verpflichtend.
  • Die Regeln guter wissenschaftlicher Praxis und die ethischen Richtlinien des Programms werden mit der Bewerbung verbindlich akzeptiert.
  • Eine Wiederbewerbung ist nur einmal - innerhalb von maximal 2 Jahren – möglich, nach Konsultation mit dem PRIME-Team. Die Verbesserungen müssen im Antrag kenntlich gemacht und auf einem separaten Blatt erklärt werden.