Deutsche Vereinigung für Politikwissenschaft
Veröffentlicht am: 03.05.2021

Wissenschaftliche/r Mitarbeiter/in (m/w/d) 65 % im Rahmen des LOEWE-Schwerpunkts „Minderheitenstudien: Sprache und Identität“

Justus-Liebig-Universität Gießen, Gießen

Bewerbungsfrist: 19.05.2021

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An der Professur für Politikwissenschaft mit dem Schwerpunkt Internationale Beziehungen (Prof. Dr. Helmut Breitmeier), Institut für Politikwissenschaft, Fachbereich Sozial- und Kulturwissenschaften, ist im Rahmen des LOEWE-Schwerpunkts „Minderheitenstudien: Sprache und Identität“ ab dem nächstmöglichen Zeitpunkt zunächst befristet bis 31.12.2023 eine Teilzeitstelle im Umfang von 65 % einer Vollbeschäftigung als

Wissenschaftliche/r Mitarbeiter/in (m/w/d)

zu besetzen. Mit der Stelle ist die Anfertigung einer Promotion verknüpft, die inhaltlich engen Bezug zum Thema des Teilprojekts hat. Im Anschluss besteht gegebenenfalls die Möglichkeit einer Weiterbeschäftigung. Bei Vorliegen der tariflichen Voraussetzungen erfolgt die Vergütung nach Entgeltgruppe 13 Tarifvertrag Hessen (TV-H).

Sie bearbeiten im Rahmen des LOEWE-Schwerpunkts „Minderheitenstudien: Sprache und Identität“ das Teilprojekt „Das UN-Menschenrechtsregime und der Schutz von Minderheiten in Syrien“. Das Teilprojekt verfolgt das Ziel, die im UN-Menschenrechtsregime enthaltenen Möglichkeiten und Grenzen des Schutzes von Minderheiten in Syrien zu erforschen. Das Teilprojekt basiert auf theoriegeleiteten Annahmen, die u.a. aus Governance-theoretischen, konstruktivistischen und völkerrechtlichen Ansätzen über den Beitrag von internationalen Institutionen zur Verwirklichung von Menschenrechten abgeleitet werden. Es behandelt folgende Fragestellungen: Welchen Beitrag leistete das UNMenschenrechtsregime zur Einhaltung der Rechte von ethnischen, religiösen, sprachlichen und politischen Minderheiten in Syrien? Welche Wirkungen hatte das globale Menschenrechtsregime für die Entwicklung und spezifische Ausgestaltung der Identitäten von Minderheiten in Syrien? Wie beeinflussten die im UN-Menschenrechtssystem enthaltenen Regelungen und institutionellen Verfahren die Identitäten der nach Deutschland geflüchteten Mitglieder von Minderheiten aus Syrien? Die empirische Forschung basiert auf qualitativen Fallstudien, die verschiedene historische Zeitphasen zwischen dem Beginn der 1990er Jahre und der jüngsten Gegenwart abdecken. Die im Projekt geplante Promotion soll sich an diesen Fragen orientieren und dabei einen fokussierten Zugriff auf einen besonderen Teilaspekt legen. Bewerbungen sollen eine dreiseitige Kurzbeschreibung des geplanten Dissertationsprojekts (Fragestellung, empirischer Untersuchungsgegenstand, theoretischer Zugriff, Methode) enthalten. Die Promotion kann kumulativ oder in Form einer Monographie erfolgen.

Aufgaben:

  • Bearbeitung des Teilprojekts und wissenschaftliche Mitarbeit im LOEWE-Schwerpunkt und Beteiligung am Projektmanagement (z.B. Planung von Forschungsreisen, Netzwerkpflege, Mittelbewirtschaftung)
  • Wissenschaftliche Mitarbeit an der Auswertung der Forschungsergebnisse und an der Erstellung von Publikationen für internationale Fachzeitschriften sowie an der Erstellung des Projektberichts
  • Die Stelle ermöglicht die Promotion zum genannten Projektthema

Anforderungsprofil:

  • Abgeschlossenes wissenschaftliches Hochschulstudium der Politik- oder Sozialwissenschaften, oder der Internationalen Beziehungen oder der Friedens- und Konfliktforschung oder Rechtswissenschaften, oder Studium mit dem regionalen Schwerpunkt „Mittlerer Osten“
  • Fähigkeit zur eigenständigen empirischen methodenbasierten wissenschaftlichen Arbeit
  • Erwünscht sind Kenntnisse der internationalen Beziehungen (z.B. Governance- oder Konfliktforschung, oder Menschenrechte)
  • Erwünscht ist Interesse für die Entwicklungen des politischen Systems in Syrien und für das System der Vereinten Nationen
  • Gute Kenntnisse qualitativer Methoden sowie der englischen Sprache
  • Bereitschaft zur Promotion

Die Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) strebt einen höheren Anteil von Frauen im Wissenschaftsbereich an; deshalb bitten wir qualifizierte Wissenschaftlerinnen nachdrücklich, sich zu bewerben. Die JLU versteht sich als eine familiengerechte Hochschule. Bewerberinnen und Bewerber mit Kindern sind willkommen.

Für weitere Informationen zu den Forschungsaufgaben und zum Bewerbungsprozess wenden Sie sich bitte per E-Mail an Prof. Dr. Helmut Breitmeier (helmut.breitmeiersowi.uni-giessende).

Ihre Bewerbung richten Sie als Einzeldatei bitte unter Angabe der Referenznummer 233/03 mit den üblichen Unterlagen (z. B. Anschreiben, Lebenslauf und Beschreibung besonderer Kompetenzen, Zeugnisse, dreiseitige Beschreibung des geplanten Dissertationsprojekts) bis zum 19.05.2021 elektronisch an folgende Email-Adresse: ibsowi.uni-giessende. Bewerbungen Schwerbehinderter werden bei gleicher Eignung bevorzugt. Wir bitten, Bewerbungen nur in elektronischer Form an die oben genannte Email-Adresse einzureichen. Nach Abschluss des Verfahrens werden Bewerbungen nicht zurückgesandt.