Deutsche Vereinigung für Politikwissenschaft
Veröffentlicht am: 02.09.2020

Promovierte wissenschaftliche Mitarbeiterin / promovierter wissenschaftlicher Mitarbeiter (Post-Doc) (m-w-d)

Forschungsinstitut der Hessischen Hochschule für Polizei und Verwaltung, Wiesbaden

Bewerbungsfrist: 30.09.2020

Beginn: 01.01.2021

Am Forschungsinstitut der Hessischen Hochschule für Polizei und Verwaltung und unter der Projektleitung von Prof. Dr. Georgios Terizakis ist unter Vorbehalt eventueller haushaltsrechtlicher Restriktionen zum 1. Januar 2021 befristet bis zum 31. Dezember 2023 eine Vollzeitstelle für

eine promovierte wissenschaftliche Mitarbeiterin oder einen promovierten wissenschaftlichen Mitarbeiter (Post-Doc) (m-w-d)

in einem von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Forschungsprojekt

zu besetzen. Die Eingruppierung erfolgt je nach Erfüllung der persönlichen Voraussetzungen bis zur Entgeltgruppe 13 des Tarifvertrages für den öffentlichen Dienst des Landes Hessen (TV-H).

Der Dienstort wird in Wiesbaden sein.

Zum Forschungsprojekt:

Das Forschungsprojekt in Kooperation mit der Universität Heidelberg und der Leuphana Universität Lüneburg trägt den Titel „Polizei, Politik, Polis – Zum Umgang mit Geflüchteten in der Stadt“ und wird aus Mitteln der Deutschen Forschungsgemeinschaft finanziert. Das Projekt richtet sich auf den Umgang mit geflüchteten Menschen in größeren Städten und geht dabei den Zusammenhängen zwischen drei Aspekten nach: der Rolle der örtlichen Polizei als staatliche Gewalt vor Ort („Polizei“), der Relevanz stadtpolitischer Strategien im Umgang mit Flüchtlingsfragen („Politik“) sowie der Bedeutung stadtgesellschaftlicher Akteure, Netzwerke und Diskurse („Polis“). Im Mittelpunkt steht die Frage, inwiefern die Polizei in die lokalen Praktiken eingebunden ist und in ihrem Handeln vom lokalen Umfeld geprägt wird. Damit greift das Forschungsvorhaben Tendenzen einer lokalen Wende der Migrationspolitikforschung auf. Mittels qualitativ-interpretativer Verfahren der Datenerhebung und -auswertung werden sechs Städten aus drei Bundesländern als Fallstudien ausgewählt und untersucht. Zur Bearbeitung des Projektes werden zurzeit zwei Promotionsstellen in Heidelberg und Lüneburg besetzt.

Ihre Aufgaben sind:

  • Datenerhebung und -auswertung im Rahmen einer Dokumenten- und Medienanalyse sowie erzählgenerierender qualitativer Interviews mit Fokus auf polizeiliche Akteure
  • Eigenständige Koordinierung des Gesamtprojektes zwischen den drei beteiligten Hochschulen und Aufbereitung der Teilprojektergebnisse für die gemeinsame Forschung unter Anleitung der beiden anderen wissenschaftlichen Mitarbeiter/innen.
  • Beteiligung an wissenschaftlichen Publikationen zum Gesamtprojekt

Sie bringen mit:

  • gute bis sehr gute Promotion im Bereich der Sozial- oder Kulturwissenschaften, insbesondere Politikwissenschaft
  • gute bis sehr gute Kenntnisse in qualitativen Methoden der empirischen Sozialforschung, insbesondere Dokumenten- und Medienanalyse und Experteninterviews
  • gute bis sehr gute kommunikative und Teamfähigkeit
  • Vorkenntnisse in der Polizeiforschung von Vorteil
  • Vorkenntnisse in den Bereichen Migrations- und Integrationspolitik, Stadtforschung und qualitativen Methoden sind erwünscht
  • Interesse am fachlichen Austausch in einem praxisorientierten Umfeld
  • Interesse an inter-/transdisziplinären Forschungszusammenhängen
  • Gute Englischkenntnisse sind von Vorteil

Wir bieten Ihnen:

  • Familienfreundlichkeit, die Hochschule ist mit dem Gütesiegel „Familienfreundlicher Arbeitgeber Land Hessen“ ausgezeichnet
  • einen ergonomisch ausgestatteten Arbeitsplatz sowie ein hochschulisches Gesundheitsmanagement
  • ein kostenfreies Landesticket, mit dem Beschäftigte des Landes Hessen, zunächst befristet bis zum 31.12.2020, im gesamten Land Hessen kostenfrei den öffentlichen Personennahverkehr nutzen können

Rahmenbedingungen

Eine generelle Erhöhung des Frauenanteils in allen Bereichen und Positionen, in denen Frauen unterrepräsentiert sind, wird angestrebt. Die Bewerbungen von qualifizierten Frauen sind daher besonders erwünscht. Schwerbehinderte Bewerberinnen und Bewerber werden bei gleicher Eignung bevorzugt berücksichtigt. Bewerbungen von Menschen mit Migrationshintergrund werden ausdrücklich begrüßt. Ehrenamtliches Engagement wird in Hessen gefördert. Teilzeitbeschäftigung ist vom Grundsatz her möglich, jedoch muss sichergestellt werden, dass die Stelle in vollem Umfang besetzt wird.

Ihre vollständigen Bewerbungsunterlagen richten Sie bitte bis zum 30. September 2020 an den

Rektorin der Hessischen Hochschule für Polizei und Verwaltung, Schönbergstr. 100, 65199 Wiesbaden

Sie können sich auch per E-Mail an bewerbunghfpv-hessende bewerben. Die Anlagen zu Ihrer Bewerbung können jedoch nur im PDF-Format (eine PDF-Datei) angenommen werden. Auf die Übersendung von Bewerbungsmappen sowie von Originalunterlagen bitte ich zu verzichten, da die Unterlagen nach Abschluss des Auswahlverfahrens nicht zurückgeschickt, sondern vernichtet werden.

Die Erfassung und Verarbeitung Ihrer personenbezogenen Daten zum Zwecke der Durchführung des Bewerbungsverfahrens erfolgt auf der Grundlage des § 23 des Hessischen Datenschutz- und Informationsfreiheitsgesetzes (HDSIG). Informationen im Hinblick auf die Verarbeitung Ihrer personenbezogenen Daten gemäß Art. 13 der Verordnung (EU) 2016/679 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 27. April 2016 (Datenschutz-Grundverordnung) finden Sie unter https://www.hfpv.de/service/stellenangebote.

Für Rückfragen stehen Ihnen Frau Krimmel (Tel.: (06 11) 58 29-1 14, E-Mail: bewerbunghfpv-hessende) oder Prof. Dr. Georgios Terizakis (Projektleitung, Georgios.Terizakishfpv-hessende) als Ansprechpersonen zur Verfügung.