Deutsche Vereinigung für Politikwissenschaft
Veröffentlicht am: 30.07.2019

2 Positionen Wiss. Mitarbeiter/-in (Praedoc) (m/w/d) mit 65%-Teilzeitbeschäftigung

Zentralinstitut Lateinamerika-Institut, Freie Universität Berlin, Berlin

Bewerbungsfrist: 26.08.2019

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2 Positionen Wiss. Mitarbeiter/-in (Praedoc) (m/w/d) mit 65%-Teilzeitbeschäftigung befristet bis 31.03.2024 Entgeltgruppe 13 TV-L

Kennung: LAI PhD1 FfJ2019
Bewerbungsende: 26.08.2019

Food for Justice untersucht normative Fragen von Ungleichheit und Gerechtigkeit, Rechte und Demokratie, die in Diskursen um die Frage "Wie werden wir die Welt ernähren?" aufkommen. Es gibt eine zunehmende Politisierung in der Produktion, dem Vertrieb und dem Konsum von Nahrungsmitteln, da die Beziehungen der Nahrungsmittelherstellung durch wirtschaftliche, soziale, politische, kulturelle und ökologische Ungleichheiten strukturiert sind. Die Bürger nehmen zunehmend das globale Ernährungssystem als Teil der historischen Ursachen der ökologischen Krise und des anhaltenden Hungers in der Welt wahr. Obwohl die Gründe dafür lange bekannt neigt die Forschung zur Ernährungssicherheit und Bioökonomie dazu auf Althergebrachtes zu vertrauen: Sie sucht nach technologischen Festsetzungen für ein gewinnorientiertes Modell bei gleichzeitiger Ausbeutung der Lebenden Materie. Was zur Vertiefung der Debatte benötigt wird, ist mehr Wissen darüber, welches Nahrungsmittelsystem sich Bürger wünschen, welche Lösungen bereits vorhanden sind, die soziale Anliegen ansprechen und wie öffentliche Politiken auf ein faires und nachhaltiges Ernährungssystem umgeleitet werden können. Food of Justice kombiniert theoretische Perspektiven auf globale Ungleichheiten mit der sozialen Bewegungsforschung in Bezug auf Nahrungsmittelgerechtigkeit und wird Herausforderungen und Lösungen sowohl in Europa/Deutschland als auch in Lateinamerika/Brasilien untersuchen. Food for Justice befasst sich mit der sozialen Mobilisierung, die auf Ungerechtigkeiten im Ernährungssystem abzielt, und mit sozialen und politischen Innovationen, die auf Ungleichheiten eingehen, die die Ernährungssicherheit untergraben.

Aufgabengebiet:

  • Im Rahmen des Forschungsvorhabens wird die Gelegenheit zur Promotion gegeben zu sozialen Innovationen bei ungleichen Lebensmitteln in Brasilien unter Berücksichtigung der überregionalen Zusammenhänge
  • Durchführung von Feldforschungen zu agroökologischen Netzwerken und Lebensmittelbewegungen unter Berücksichtigung der Rolle von sozial-ökologischen und geschlechtsspezifischen Ungleichheiten
  • Schreiben von Forschungsartikeln für von Experten begutachtete Zeitschriften, ein Buchkapitel für einen bearbeiteten Band
  • Präsentieren von Beiträge auf Konferenzen und Seminaren, um Forschungsergebnisse zu verbreiten

Einstellungsvoraussetzungen:

  • Abgeschlossenes wiss. Hochschulstudium (Diplom, Master) in Soziologie, Politischen Wissenschaften, Anthropologie, Wirtschaft, Politsche Wirtschaft, Geschichte oder einer anderen relevanten Diziplin

Erwünscht:

  • hervorragende fließendes brasilianisches Portugiesisch und Englisch, Bereitschaft Deutsch zu lernen
  • fließende Kenntnisse in Deutsch und Englisch, Bereitschaft Brasilianisch und Portugiesich zu lernen
  • einige Erfahrungen mit qualitativer / quantitativer Forschung bzw. der Auswertung von Datensätzen
  • Bereitschaft zur Teilnahme an allen Aktivitäten der Forschungsgruppe
  • Forschungserfahrung in Brasilien ist willkommen

Weitere Informationen erteilt Frau Prof. Renata Campos Motta (renata.mottafu-berlinde).


Weitere Informationen

Bewerbungen sind mit aussagekräftigen Unterlagen unter Angabe der Kennung im Format PDF (vorzugsweise als ein Dokument) elektronisch per E-Mail zu richten an Frau Prof. Renata Campos-Motta: a.wickes-neirafu-berlinde oder per Post an die

Freie Universität Berlin
Zentralinstitut Lateinamerika-Institut
Junior Research Group "Food for Justice"
Frau Prof. Renata Campos-Motta
Rüdesheimer Str. 54-56
14197 Berlin (Wilmersdorf)

 

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