Deutsche Vereinigung für Politikwissenschaft
Frist: 31.10.2026

CfP - Demokratieverständnisse im Wandel: Theoretische und empirische Perspektiven, Leipzig

Gerne möchten wir auf folgenden CfP für unser offenes Panel auf dem DVPW-Kongress 2027 aufmerksam machen (s. Anhang).

Die Einreichung erfolgt über https://meine.dvpw.de/einreichungen/

Der CfP läuft bis zum 31. Oktober 2026.

Kurzbeschreibung:

Der Druck auf Demokratien weltweit lässt nicht nach. Die Folgen zeigen sich nicht nur im empirisch zu beobachtenden democratic backsliding, sondern auch in demokratischen Innovationen, in der Auseinandersetzung mit Paradigmen der Demokratieforschung und mit diesen einhergehenden Suchbewegungen in der Auseinandersetzung mit Demokratiekonzeptionen sowie schließlich auch im Demokratieverständnis der Bürger*innen selbst.

Um zu verstehen, welche potenziellen Pfade die Demokratien in Zukunft nehmen könnten, kommt der Erforschung von Demokratieverständnissen ein besonderes Potential zu. Denn vor dem Hintergrund der in der Bevölkerung verbreiteten Demokratieverständnisse werden die gegenwärtigen Demokratien sowie ihre Institutionen und Akteur evaluiert.

Dieses Panel möchte Raum geben sich mit der Frage nach dem Wandel von Demokratieverständnissen zu beschäftigen und was sich daraus für die politische Realität ableiten lässt. Diese breit gestellte Leitfrage soll dazu einladen, sowohl theoretische als auch empirische Fragen zu diskutieren. Folgende Themen sind u.a. relevant:

Entwicklungen von etablierten Demokratieverständnissen (z.B. liberale oder soziale Demokratie) im Zeitverlauf in Bevölkerungen, in Parteien und der Zivilgesellschaft sowie in der Politikwissenschaft selbst; 

• Entstehung von neuen Demokratieverständnissen und ihrer Charakteristika; 

• Messung von Demokratieverständnissen mittels qualitativer/quantitativer Zugänge, auch unter Einbezug von neuen Verfahren wie LLMs; 

• Entwicklung von Demokratieverständnissen in lokaler, nationaler, regionaler und globaler Perspektive sowie in demokratischen, autokratischen und hybriden Regimen; 

• Demokratieverständnisse in unterschiedlichen gesellschaftlichen Sphären (z.B. Berufsgruppen, Gewerkschaften, Verbände, migrantischen Communities, Bildungsinstitutionen, sozialen Klassen, politischen Lagern); 

• Ursachen für und Folgen von Veränderungen von Demokratieverständnissen.