Mit der Projektakademie „Kommunale Bildungspolitik: Arenen, Akteure und Adressat*innen“ unterstützt die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) Professor*innen von Hochschulen für Angewandte Wissenschaften (HAW) bei der Entwicklung und Einreichung eines Projektantrags. Die Projektakademie verfolgt einen interdisziplinären Ansatz und richtet sich an HAW-Professor*innen aus der Erziehungswissenschaft, Sozialwissenschaft, Politikwissenschaft, Verwaltungswissenschaft, Sozialer Arbeit und angrenzenden Disziplinen. Die Projektakademie zielt darauf ab, Professor*innen an Hochschulen für Angewandte Wissenschaften zu gewinnen, um die Forschungsbemühungen im Bereich kommunaler Bildungspolitik strukturell zu intensivieren. Die Projektakademie steht für alle bildungspolitischen Handlungsfelder offen (Elementar-, Schul-, Berufsbildungs-, Hochschul- oder Erwachsenenbildungspolitik sowie Politiken der Kinder- und Jugendhilfe) und berücksichtigt unterschiedliche theoretische, disziplinäre und methodische Zugänge, sofern die geplanten Vorhaben einen klaren Bezug zu kommunalen bildungspolitischen Prozessen aufweisen.
Thematische Ausrichtung
Kommunale Bildungspolitik ist ein zentrales, in der bildungspolitischen Forschung bislang jedoch unterrepräsentiertes Feld. Sie umfasst die Gestaltung, Umsetzung und Steuerung bildungspolitischer Prozesse auf kommunaler Ebene sowie die Aushandlungs- und Entscheidungsmechanismen zwischen kommunalen, landes- und bundespolitischen Akteuren. Dabei spielen Fragen der politischen Gestaltung, der Verwaltung, der Steuerung und der Umsetzung von Bildungsangeboten eine wesentliche Rolle.
Forschungsfragen können unter anderem sein:
Bewerbung
Antragsberechtigt zur Teilnahme sind Professor*innen an Hochschulen für Angewandte Wissenschaften, deren erster Ruf zum Zeitpunkt der Einreichung eines Sachbeihilfeantrags zum 30. Juni 2027 nicht länger als sechs Jahre zurückliegt. Angesprochen sind Professor*innen aus der Erziehungswissenschaft, Sozialwissenschaft, Politikwissenschaft, Verwaltungswissenschaft, Sozialer Arbeit und angrenzenden Disziplinen, die Interesse an der Durchführung von erkenntnisgeleiteter Forschung auf der Basis von DFG-Drittmitteln haben.
Interessierte Professor*innen an HAW werden gebeten, eine formlose Skizze für ein erkenntnisgeleitetes Forschungsprojekt (maximal 5.000 Zeichen inkl. Leerzeichen) sowie einen Lebenslauf (bis zu acht Seiten) einzureichen. Erwartet wird eine theoretisch fundierte, klar abgegrenzte Fragestellung mit plausibel skizzierter methodischer Umsetzung. In der Skizze soll die Projektidee, die Grundkonzeption des Projektablaufs sowie bereits erfolgte Vorarbeiten und notwendige vorbereitende Maßnahmen aufgezeigt werden. Die Auswahl erfolgt durch die Leitung der Projektakademie auf Basis der wissenschaftlichen Qualität der eingereichten Bewerbungsunterlagen. Bis zu 20 Teilnehmer*innen werden ausgewählt. Die für die Projektakademie ausgewählten Teilnehmer*innen können bei der DFG im Sommer 2026 einen Antrag auf Vertretung von drei Monaten im Umfang von 100 Prozent stellen, die auch in Teilzeit abgerufen werden kann. Dies soll ihnen ermöglichen, sich von ihren Lehr- und Verwaltungsaufgaben freistellen zu lassen, um den Projektantrag vorzubereiten und zum 30. Juni 2027 bei der DFG einzureichen. Die Genehmigung der jeweiligen Hochschule ist Voraussetzung für die Inanspruchnahme der Vertretungsmittel. Die Teilnahme an der Projektakademie begründet keinen Anspruch auf Förderung durch die DFG.
Ablauf
Die Teilnehmer*innen der Projektakademie werden zu einem digitalen Auftakttreffen eingeladen (1. und 2. Oktober 2026). Das Auftakttreffen dient dazu, die Projektideen der Teilnehmer*innen vorzustellen und weiterzuentwickeln. Es bietet eine Plattform für strukturiertes Feedback durch Fachexpert*innen sowie die Möglichkeit zur fachlichen Vernetzung und kollegialen Beratung. Im Anschluss an das Auftakttreffen haben die Teilnehmer*innen die Möglichkeit, ihre DFG-Anträge entlang des Feedbacks auszuarbeiten. Dabei sind folgende Rahmenbedingungen zu beachten:
Im Anschluss an das Auftakttreffen werden die Teilnehmer*innen in nachfolgenden Online-Treffen (voraussichtlich Januar 2027, April 2027 und Mai 2027) bei der Erarbeitung ihrer Projektanträge von Expert*innen beraten. Die Online-Treffen finden via Zoom statt.
Fristen und Einreichung
Bitte senden Sie Ihre Bewerbungsunterlagen in einem PDF-Dokument per E-Mail an: rita.nikolaiuni-ade.
Weiterführende Informationen
Leitung der Projektakademie sowie Kontakt für Rückfragen und Bewerbung:
Professorin Dr. Rita Nikolai, Universität Augsburg, rita.nikolaiuni-ade
Fachliche Ansprechpartnerin in der DFG-Geschäftsstelle:
Dr. Annabell Koch, Tel.: 0228-885-2762, annabell.kochdfgde