Deutsche Vereinigung für Politikwissenschaft
Frist: 21.08.2024

CfP - Das Recht auf Nahrung als Menschenrecht, Darmstadt

2024 jährt sich die Verabschiedung der Freiwilligen Leitlinien der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation (Food and Agriculture Organization, FAO) der Vereinten Nationen (VN) zum 20. Mal. Dies nehmen die Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen (DGVN), FIAN Deutschland, der Arbeitskreis Menschenrechte der Deutschen Vereinigung für Politikwissenschaft und die Schader-Stiftung zum Anlass im Rahmen einer gemeinsamen Tagung Entwicklungen, Herausforderungen und Perspektiven rund um das Recht auf Nahrung zu diskutieren. Wir bitten mit unserem Call for Papers um Vorschläge für Impulse, die in die Diskussion einleiten. Folgende Themen könnten untersucht werden, ohne dass die Tagung auf sie beschränkt ist:

  • Die 2004 verabschiedeten FAO-Leitlinien enthalten unter anderem Handlungsanweisungen vor allem für staatliche Akteure hinsichtlich der Gewährleistung des Rechts auf Nahrung. Wie steht es 20 Jahre nach ihrer Verabschiedung um die Wirksamkeit der FAO-Richtlinien?
  • Welche Rolle spielt die deutsche Politik im In- und Ausland für das Recht auf Nahrung? Neben der gegenwärtigen Diskussion um Gestaltung und Wirksamkeit von Lieferkettengesetzen auf nationaler und supranationaler Ebene steht die Frage, inwieweit staatliche, wirtschaftliche und private Akteure in Deutschland für nationale sowie weltweite Menschenrechtsverletzungen, etwa im Kontext von Landgrabbing oder Kinderarbeit, mitverantwortlich sind.
  • Neben dem thematischen Fokus auf Deutschland können globale Entwicklungen betrachtet werden: Welche Auswirkungen haben Phänomene wie der Klimawandel, der Biodiversitätsverlust oder die Digitalisierung auf das Recht auf Nahrung? Welche Lehren lassen sich aus dem Schutz des Rechts auf Nahrung in den verschiedenen Staaten und Regionen ziehen? Welche Rolle kommt zivilgesellschaftlichen Organisationsformen, wie kleinbäuerlichen Vereinigungen, zu?
  • Das Recht auf Nahrung betrifft auch den Zugang zu notwendigen Ressourcen. Die Trias Wasser, Land, Saatgut bildet die Grundlage für die landwirtschaftliche Erzeugung von Lebensmitteln. Wie steht es global um die Verteilung und den Zugang zu diesen Ressourcen und welche menschenrechtlichen Probleme entstehen daraus?

Wissenschaftler*innen, politisch Aktive, NGOs und weitere Vertreter*innen der Praxis sind eingeladen, bis zum 21. August 2024 einen Vorschlag (250-300 Wörter) für ein 10-minütiges Input-Referat mit anschließender Diskussion einzureichen. Bei Auswahl und Vor-Ort-Teilnahme im Darmstädter Schader-Forum können Fahrtkosten erstattet werden. Weitere Infos und das Anmeldeformular gibt es auf der Homepage der Schader Stiftung unter www.schader-stiftung.de/veranstaltungen/aktuell/artikel/das-recht-auf-nahrung-als-menschenrecht.