Deutsche Vereinigung für Politikwissenschaft
Frist: 31.05.2020

CfP – Feministisch Wissen schaffen

FEMINA POLITICA

ZEITSCHRIFT FÜR FEMINISTISCHE POLITIKWISSENSCHAFT

Call for Papers Heft 1/2021

Feministisch Wissen schaffen (Arbeitstitel)

 

 

Methoden sind ein inneres Gerüst jeder Forschung und bestimmen in hohem Maße, welche Erkenntnisse gewonnen werden können. Kritische Wissenschaft benötigt daher immer wieder eine methodologische Reflexion darüber, gerade wenn sich Methoden und ihre An- wendungen dynamisch entwickeln. Feministische Kritik in der Politikwissenschaft hat sich auch an positivistischen Grundhaltungen und verengten Konzeptualisierungen vielfältiger Wirklichkeiten entzündet und setzt sich für die Analyse struktureller gesellschaftlicher Ungleichheiten ein. Dies schlägt sich in ihrer epistemologischen Herangehensweise an Geschlechterverhältnisse und ihre Erforschung nieder. Feministische Politikwissenschaft kann und soll an vielfältige Methoden anschließen. Die Femina Politica lanciert nach dem Heft 1/1997 „Erfahrung(en) mit Methode(n)” ein Schwerpunktheft zum Thema „Feministisch Wissen schaffen”. Seitdem gab es in den Sozialwissenschaften methodologische sowie methodische Weiterentwicklungen, die sich z. B. im ,practice turn‘ oder in der Diskurs- orientierung verdeutlichen. Wir wollen zum einen über den Zusammenhang feministischer Forschung und den dabei genutzten Wissenszugängen reflektieren. Inwiefern trägt femi- nistische Forschung dazu bei, politische Prozesse und machtvolle Verhältnisse besser zu konzeptionalisieren und damit empirisch erfassbar zu machen? Zum anderen sind Methoden machtvolle Instrumente. Wir wollen diskutieren, inwiefern es zu einer ,Feminisierung‘ verschiedener Methodenzugänge gekommen ist, ob Teilbereiche der Geschlechterfor- schung durch bestimmte Methoden dominiert werden und ob man von einem Zwang zu quantitativer Forschung sprechen kann.