Deutsche Vereinigung für Politikwissenschaft
Frist: 30.06.2019

CfP - DVPW-Perspektivtagung - Interdisziplinäres Forschen: Chance oder Risiko für Nachwuchswissenschaftler*innen?, Berlin

Stichtag für Abstracts: 30.06.2019

Programm

Call for Papers für die DVPW-Perspektivtagung 2019

Interdisziplinäres Forschen: Chance oder Risiko für Nachwuchswissenschaftler*innen?

Donnerstag, 07.11.2019, 14:00 Uhr bis Freitag, 08.11.2019, 12:30 Uhr an der Medical School Berlin, Siemens-Villa, Calandrellistraße 1-9, Berlin

Seit Jahren wird insbesondere von Wissenschaftspolitik, Förderorganisationen und Publizistik die Forderung nach verstärkter interdisziplinärer Forschung an Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler herangetragen. Zahlreiche Forschungsfragen ließen sich – so die Kernthese hinter dieser Forderung – nur noch durch eine disziplinübergreifende oder transdisziplinäre Herangehensweise aussichtsreich bearbeiten. Andererseits scheint die Ausdifferenzierung der Fachwissenschaften weiter voranzuschreiten, und viele Fakultäten, außeruniversitäre Forschungsinstitutionen, Stellenausschreibungen, Fachzeitschriften und Förderprogramme sind immer noch stark monodisziplinär ausgerichtet.

Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler der Politikwissenschaft und benachbarter Disziplinen stehen vor diesem Hintergrund je nach Forschungsthema und Kontextbedingungen vor der Frage, ob sie sich inhaltlich, theoretisch und/oder methodisch auf das unsichere Gebiet anderer Wissenschaftsdisziplinen wagen. Einerseits kann dies aus Gründen des Erkenntnisinteresses sinnvoll sein, andererseits bestehen u. a. die Gefahren des Dilettierens auf fremdem Terrain und einer karriereabträglichen Nischen- oder Randspezialisierung. Es ist das Ziel der Perspektivtagung, Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler vorrangig durch einen breiten Erfahrungsaustausch bei entsprechenden forschungs- und karrierebezogenen Entscheidungen zu unterstützen sowie Voraussetzungen und Beispiele gelingender Interdisziplinarität zu eruieren.

Dieser Call richtet sich primär, aber nicht nur an Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler mit einschlägiger Expertise. Für vier Panels werden kurze Impulsvorträge (15-20 Minuten) gesucht, die sich hinsichtlich der Bereiche Politik und Recht, ökonomische Politikforschung, politische Theorie und Ideengeschichte sowie vergleichende Politikanalyse vorrangig mit folgenden Fragen beschäftigen:

  • Wann erscheint interdisziplinäres Forschen aus inhaltlicher, theoretischer und/oder methodischer Sicht sinnvoll? Welche Forschungsdesigns, Projekte und Themen stehen für gelingende interdisziplinäre Forschung?
  • Welche Chancen und Herausforderungen ergeben sich bei disziplinübergreifender Forschung gerade für Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler?
  • Wie lässt sich interdisziplinäre Forschung gut „vermarkten“ im Hinblick auf hochwertige Publikationen, erfolgreiche Drittmittelanträge oder aussichtsreiche Bewerbungen auf Stellen?

Interessierte schicken bitte einen kurzen Abstract Ihres geplanten Beitrags (maximal eine halbe Seite) per Email bis spätestens 30.06.2019 an:

  • Verena Frick für den Bereich Politik und Recht (verena.frick@uni-goettingen.de)
  • Anna Fruhstorfer für den Bereich vergleichende Politikwissenschaften (fruhstan@hu-berlin.de)
  • Sebastian Huhnholz für den Bereich ökonomische Politikforschung (s.huhnholz@ipw.uni-hannover.de)
  • Oliver W. Lembcke für den Bereich politische Theorie und Ideengeschichte (uni@oliver-lembcke.de)

Eine Publikation der Tagungsbeiträge ist angedacht. Die Übernachtungs- und Reisekosten der Referentinnen und Referenten werden übernommen.