Deutsche Vereinigung für Politikwissenschaft
Arbeitskreis "Handlungs- und Entscheidungstheorie"

Der Arbeitskreis Handlungs- und Entscheidungstheorie wurde im Sommer 1993 mit dem Ziel gegründet, das Rational Choice-Ansätze für die deutsche Politikwissenschaft fruchtbar zu machen. Dieses Theoriekonzept arbeitet auf der Grundlage des methodologischen Individualismus und verbindet (formale) entscheidungs- und spieltheoretische Modelle mit empirischen Ergebnissen.    

In einer Vielzahl von Fachzeitschriften, Monographien und Editionen bezieht sich ein substantieller Anteil aller theoretisch informierten Beiträge auf Handlungs- und Entscheidungstheorien. Anwendungsgebiete reichen über die Einstellungs- und Wahl(verhaltens)forschung, die Analyse des Handelns und Entscheidens zentraler politischer Akteure wie Parteien, ihren Repräsentanten, Abgeordneten oder Regierungen und ihrer Mitglieder, polit-ökonomische Fragestellungen hin zu experimentellen Studien, in denen die Veränderung des Entscheidungsverhaltens eines Individuums aufgrund geänderter Informationen oder institutioneller Handlungsrahmen analysiert wird.

Der Arbeitskreis strebt an, Handlungs- und Entscheidungstheorien vor allem für die empirisch orientierte politikwissenschaftliche Forschung noch weiter nutzbar zu machen. Hierdurch zeichnen sich auch die Tagungen des Arbeitskreises aus, in denen aus den verschiedenen thematischen Feldern der Politikwissenschaft Papiere präsentiert und diskutiert werden, die einen handlungs- und entscheidungstheoretischen Ansatz verfolgen.