Deutsche Vereinigung für Politikwissenschaft
Arbeitskreis "Internationale Politische Ökonomie"

Call for Papers: Themenoffener Workshop, Goethe-Universität Frankfurt, 6.-7. Juni 2019

Themenoffener Workshop des Arbeitskreises „Internationale Politische Ökonomie“ der Deutschen Vereinigung für Politikwissenschaft (DVPW)
Goethe-Universität Frankfurt
6. und 7. Juni 2019
In Kooperation mit dem Arbeitsbereich Internationale Beziehungen und Internationale Politische Ökonomie an der Goethe-Universität Frankfurt

 

In den letzten Jahren konnten wir diverse Veränderungen auf globaler Ebene beobachten, die Auswirkungen auf Staat, Gesellschaft und Ökonomie haben. Die Nord-Süd-Ost Beziehungen haben sich nicht nur durch den Aufstieg von Schwellenländern, sondern auch durch die Aktivitäten neuer Akteure/Institutionen wie u.a. die G20, Asian Infrastructure Investment Bank, oder die BRICS Development Bank gewandelt. Zugleich hat eine Verschiebung der Machtverhältnisse in internationalen Institutionen und in der globalen Handels- und Entwicklungspolitik stattgefunden. Außerdem drängen sich Fragen nach der Re-Regulierung der (globalen) Finanzbeziehungen und der Kommodifizierung neuer Bereiche – wie etwa für grüne Investitionen – auf. In diesem Zusammenhang stehen auch die Herausforderungen in den Bereichen Migration, Mobilität, Nachhaltigkeit, Digitalisierung und Klimawandel, in denen es neben den klassischen auch neue Formen von Ausbeutung in der Lohn- und Sorgearbeit gibt. Diese Veränderungen betreffen den globalen Norden und den globalen Süden gleichermaßen – wenn auch mit teils unterschiedlichen Konsequenzen. Alle diese Entwicklungen verlangen nach Analyse und Einordnung mit Theorien und Methoden aus der Internationalen und Globalen Politischen Ökonomie (IPÖ/GPÖ).

Der geplante Workshop ist themenoffen und pluralistisch ausgerichtet, so dass die eingereichten Beiträge die Bandbreite an Forschungstraditionen der IPÖ und/oder GPÖ widerspiegeln können. Die Autor*innen dürfen dabei gerne empirische, theoretische oder methodische Schwerpunkte setzen. Explizit heißen wir auch Einreichungen von Kolleg*innen willkommen, die sich in verwandten Teildisziplinen wie etwa der Anthropologie, Geographie oder Soziologie verorten. Gleichzeitig sehen wir den Workshop als Raum für das Zusammentreffen und den Austausch aller Wissenschaftler*innen unabhängig vom Status.

Der Workshop dient der intensiven Auseinandersetzung mit vorab zu zirkulierenden Papieren. Während Papiere auch in Englisch verfasst sein dürfen, sind die Präsentationen auf Deutsch zu halten. Jedes Papier soll vor Ort durch eine andere Person diskutiert werden.

Vornehmliches Ziel ist es, teils unverbunden nebeneinanderstehende Ansätze miteinander ins Gespräch zu bringen. Wir freuen uns über Einreichungen kurzer Abstracts (max. 250 Wo?rter) bis zum 31. Januar 2019 an Dr. Simone Claar (sclaar@uni-kassel.de) und Dr. Matthias Kranke (Matthias.Krankewarwick.acuk). Zum 28. Februar 2019 erfolgen die Benachrichtigungen.