Deutsche Vereinigung für Politikwissenschaft
Veröffentlicht am: 23.07.2020

Wiss. Mitarbeiter/-in (m/w/d)

Freie Universität Berlin, Fachbereich Politik- und Sozialwissenschaften, Otto-Suhr-Institut für Politikwissenschaft, Berlin

Bewerbungsfrist: 18.08.2020

Wiss. Mitarbeiter/-in (m/w/d)

mit 1/2-Teilzeitbeschäftigung, befristet auf 3 Jahre, Entgeltgruppe 13 TV-L FU
Kennung: WM-Praedoc-TRANSENS-2020

 

„Transdisziplinäre Forschung zur Entsorgung hochradioaktiver Abfälle in Deutschland“ (TRANSENS) lautet die Bezeichnung des Verbundvorhabens, an welchem das Forschungs­zentrum für Umweltpolitik (FFU) der FU Berlin beteiligt ist. Das Vorhaben wird durch das BMWi und das NMWK (im Niedersächsischen Vorab der VW-Stiftung) finanziert. Mit 16 weiteren Forschungsteams aus Deutschland und der Schweiz werden verschiedene Dimensionen des Umgangs mit hochradioaktiven Reststoffen untersucht. Ziel ist die Verbesserung von Qualität und Robustheit der sozio­technischen Gestaltung des Entsorgungspfades. Am FFU werden im Speziellen Fragen der politischen Regulierung (modes of Governance) behandelt, die vom Framing des Problems als wicked problem, über die Medien der Regulation wie Kompensations­leistungen bis zu den unter­schiedlichen Interessen der Akteure reichen. Andere Teams in TRANSENS beschäftigen sich mit Fragen aus der Institutionenökonomik, Finanzierungsfragen im föderalen System sowie mit Fragen von Fairness und Prozess­beteiligung. Ein besonderes Augenmerk wird auf die Konflikt­potentiale gelegt, welche die Standortsuche begleiten. TRANSENS hat einen experimentellen Charakter. Erstmals werden in Deutschland auf den Grundlagen sozial- wie politik­wissen­schaftlicher und inter­disziplinärer Forschung Stakeholder und die interessierte Öffentlichkeit in die verschiedenen Arbeitspakte der Forschung einbezogen. So sollen einerseits Erkenntnisse für verbesserte Erfolgs­bedingungen der Entsorgung und andererseits theoretisch-methodische Rückschlüsse für die Trans­disziplinari­täts­forschung gewonnen werden.

Es handelt sich um eine Promotionsstelle im Rahmen eines Drittmittelprojektes.

Aufgabengebiet:
Im Rahmen des drittmittelfinanzierten Forschungsprojektes wird die Möglichkeit zur Promotion gegeben. Das FFU sucht daher eine/-n Doktoranden/-in, der/die TRANSENS als Ausgangspunkt für eine Promotion zur soziotechnischen Gestaltung des Entsorgungspfades nimmt. Die Tätigkeit soll die von TRANSENS organisierte Forschungsarbeit begleiten und offen für inter- und transdisziplinäre Forschung sein:

  • Forschung bspw. mit folgenden Themensetzungen: polit-ökonomische Endlager-Governance, Diskursanalyse, Konfliktanalyse, Gender-Perspektive, Institutionenarchitektur, Beteiligungs­formate bei Hochrisikotechnologien, trans­diszi­plinäre Forschung in sozio­technischen Zusam­men­hängen (der Bewerbung ist ein Exposé (5-10 Seiten) für das eigene Promotionsvorhaben beizulegen),
  • Mitarbeit in der akademischen Selbstverwaltung (optional),
  • die Tätigkeit dient der eigenen wissenschaftlichen Qualifizierung.

Einstellungsvoraussetzungen:
Abgeschlossenes wissenschaftliches Hochschulstudium (Diplom, Magister, Master) mit sehr gutem Abschluss in den Politik- oder Sozialwissenschaften.

Erwünscht:

  • Interesse an den Themen des gesellschaftlichen Umgangs mit hochradioaktiven Abfällen und der Standortsuche für ein Endlager
  • Fähigkeit, sich schnell in neue Themengebiete einzuarbeiten
  • Interesse an inter- und transdisziplinärer Arbeit in einem größeren Forschungsverbund
  • selbstständige Arbeitsweise und Eigeninitiative, methodisches und systematisches Vorgehen und strukturiertes und zielorientiertes Denken
  • Erfahrungen im wissenschaftlichen Arbeiten und in der Durchführung von Interviews
  • Methodenkompetenz in der empirischen Sozialforschung
  • hohe Motivation, Teamfähigkeit, Flexibilität und Begeisterung für das Thema
  • sehr gute Deutsch- und Englischkenntnisse in Wort und Schrift

Die Bewerbungen sind mit aussagekräftigen Unterlagen, inklusive der Skizze eines Exposés (5-10 Seiten) für das eigene Promotionsvorhaben, unter Angabe der Kennung bis zum 18.08.2020 im Format PDF (vorzugsweise als ein Dokument) per E-Mail zu richten an achim.brunnengraeberfu-berlinde
Aus gegebenem Anlass und für die Zeit des Präsenznot­betriebes der Freien Universität Berlin bitten wir Sie, sich elektronisch per E-Mail zu bewerben. Die Bearbeitung einer postalischen Bewerbung kann nicht sichergestellt werden.

Freie Universität Berlin
Fachbereich Politik- und Sozialwissenschaften
Otto-Suhr-Institut für Politikwissenschaft
Forschungszentrum für Umweltpolitik (FFU)
Herrn Dr. Achim Brunnengräber
Ihnestr. 22
14195 Berlin (Dahlem)

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