Deutsche Vereinigung für Politikwissenschaft
Politische Theorie und Ideengeschichte

Die Sektion "Politische Theorie und Ideengeschichte" tagt zweimal jährlich (einmal im Frühjahr und einmal im Herbst).

Vorschläge für Sektionstagungen können an den Sektionsvorstand gerichtet werden.

Die nächsten Tagungen der Sektion finden statt:

18.-20. März 2020 an der Universität Dresden - "Migration – Herausforderungen im Spannungsfeld von Theorie und Praxis" (Dr. Oliviero Angeli, Prof. Dr. Andreas Niederberger, Prof. Dr. Hans Vorländer)

Herbst 2020 an der Universität Göttingen - "Politische Grundbegriffe im 21. Jahrhundert" (Tobias Adler-Bartels, Sven Altenburger, Dr. Verena Frick, Prof. Dr. Tine Stein)

Frühjahr 2021 an der Universität Dresden - "Die Grundlagen der Menschenrechte: moralisch, politisch oder sozial?" (Johannes Haaf, Dr. Luise Müller, Esther Neuhann, Dr. Markus Wolf, Prof. Dr. Sabine Müller-Mall)

 

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Rückblick auf vergangene Tagungen:

Herbsttagung 2019 in Hamburg: "Politische Theorie und Politische Philosophie in Wissenschaft und Öffentlichkeit"

Organisation: Peter Niesen (Hamburg), Svenja Ahlhaus (Hamburg), Matthew Braham (Hamburg), Stefan Gosepath (Berlin) 

Politische Theorie und Politische Philosophie haben einen überlappenden Objektbereich und sehen sich daher in ähnlicher Weise mit den politischen Herausforderungen der Gegenwart konfrontiert. Bei der Hamburger Sektionstagung "Politische Theorie und Politische Philosophie in Wissenschaft und Öffentlichkeit" wird neben der Diskussion der öffentlichen und wissenschaftsinternen Position der Disziplinen Politische Theorie und Ideengeschichte (als Teil der Politikwissenschaft) und Politische Philosophie (als Teil der Philosophie) auch die Reflexion ihrer methodischen Zugänge und Forschungsinteressen im Zentrum stehen. Das Konzept der Tagung ist ein zweiteiliges: zur Position in Wissenschaftssystem und Öffentlichkeit werden externe und interne Expertinnen geladen (Di. nachmittag, Do. vormittag), während zur methodischen und inhaltlichen Diskussion die slots über diesen Call vergeben werden (Mi. vormittag und nachmittag).  

Eine wichtige Frage ist, inwiefern sich die methodischen Zugänge zu den politischen Herausforderungen der Gegenwart und die zugrundeliegenden Fragestellungen und Erkenntnisinteressen sich in Politischer Theorie und Politischer Philosophie erheblich unterscheiden. Im Rahmen der Sektionstagung wollen wir die Gemeinsamkeiten und Unterschiede der teildisziplinären Forschungslogiken daher exemplarisch anhand ihres Zugriffs auf konkrete Politikfelder erkunden, in denen stärkere Interventionen aus Politischer Theorie und Philosophie wünschenswert sind und an denen sich ihre zeitgenössische Relevanz bewähren kann. 
Zu diesem Zweck wird es Panels geben, die jeweils VertreterInnen der Politischen Theorie und Ideengeschichte und Politischer Philosophie die Gelegenheit geben werden, die Methoden und Fragestellungen ihrer Teildisziplin an zentralen politischen Problemen der Gegenwart zu demonstrieren.  

1. Öffentliche Finanzen und Finanzkapitalismus 
Trotz der globalen Finanzkrise und europäischen Fiskal-, Währungs- und Schuldenkrisen des letzten Jahrzehnts sind Finanzthemen noch immer randständig in den Diskursen der 
Politischen Theorie und Philosophie. Dies gilt sowohl für die Auseinandersetzung mit dem modernen, digitalen Finanzkapitalismus, als auch für die systematische Reflexion der Herausforderungen der Finanzierung öffentlicher Aufgaben unter den Vorzeichen globaler Standortkonkurrenz und Kapitalmobilität. Das Panel fragt grundsätzlich, welche wechselseitigen Beziehungen zwischen dem Wandel von Wirtschaftsformen und ihrer politischen (De-)Regulierung und Besteuerung bestehen. Wir suchen begriffliche, normative und theoriehistorische Beiträge, die jeweils das Potential der Politischen Theorie und Philosophie für das Verständnis und die Bewertung dieser Phänomene deutlich machen.  
Mögliche Themen für Beiträge umfassen: die Analyse und die Konsequenzen der Unterscheidung zwischen Finanzmarktkapitalismus und Realökonomie, ethische und begriffliche Fragen der Steuervermeidung und Steueroptimierung, die Regulierung unwahrscheinlicher Risiken (black swan events) und algorithmischen Handels, die politische und sozialtheoretische Rolle von (Staats-)Schulden, Verteilungsfragen des Zugangs zu Kredit und das Konzept der Kreditwürdigkeit,  ? die Theoriegeschichte der Austerität, die demokratie- und legitimitätstheoretische Einordnung von verschiedenen Staatsfinanzierungsmodellen, die Frage nach der moralischen Rolle von Märkten. 

2. Digitalisierung und künstliche Intelligenz 
Die Finanzbranche ist nur ein Bereich, in dem die digitale Revolution der vergangenen 20 Jahre grundlegenden gesellschaftlichen Wandel bewirkt hat. Digitale Technologien und künstliche Intelligenz haben nicht nur das gesamte Wirtschaftssystem verändert, sondern nahezu jeden Aspekt unseres Arbeits-, Privat- und öffentlichen Lebens erfasst. Wenige Digitalunternehmen, die sich, je nach Kontext, gekonnt politischer Regulierung entziehen oder sich für staatliche Zensurmaßnahmen instrumentalisieren lassen, monetarisieren die privatesten Daten ihrer Nutzer, regulieren den Zugang zu allen denkbaren Informationen, bestimmen de facto über die Sichtbarkeit und zulässigen Grenzen politischer Rede und prägen unsere privaten und gesellschaftlichen Interaktionen bis hin zur Partnerwahl. Selbstlernende Systeme entscheiden über die Vergabe von Jobs und Krediten, die Verbreitung von Meinungsäußerungen in sozialen Netzwerken und beeinflussen die Anwendung militärischer Gewalt. Im politischen Feld ermöglichen digitale Technologien sowohl noch nie dagewesene Überwachung und Manipulation – vom Nudging über staatlichen Troll- und Propagandafarmen bis hin zu SocialScoring-Dystopien – als auch ungeahnte Möglichkeiten der politischen Mobilisierung, der demokratischen Meinungsbildung und des kollektiven Handelns.  
All diese Entwicklungen bedürfen der politiktheoretischen und philosophischen Analyse und Einordnung. Zu fragen ist etwa, wie die enorme Macht, die die Kontrolle von Daten, Informationen und Kommunikationsplattformen privaten wie öffentlichen Akteuren verleiht, von den Betroffenen kontrolliert werden kann und welche Konsequenzen die zunehmende Bedeutung künstlicher Intelligenz für unser Verständnis von Verursachung, Verantwortung, Schuld und Haftung hat.  
Themen für mögliche Beiträge umfassen: Dilemmata kollektiven Handelns in der vernetzen Gesellschaft, Potentiale und Risiken demokratischen Entscheidens in der digitalen Welt, Politische Kontrolle und Unternehmensethik in der Datenwirtschaft, Überwachung und social scoring: Geschichte, Diagnose und Folgen, Technologischer Wandel und politischer Wandel: Was lehrt uns die industrielle Revolution über die digitale?, Schuld- und Verantwortungszuschreibung für das Handeln selbstlernender Systeme, Kommunikationsethik in sozialen Netzwerken. 

Das Programm der Tagung findet sich hier. 

Frühjahrstagung 2019 in Bremen: "Demokratie und Wahrheit"

Organisation: Martin Nonhoff, Frieder Vogelmann

Eine alte Sorge kehrt zurück: Verlieren »wir Demokraten« den Respekt vor, ja das Interesse an Wahrheit? Den aufgeregten Debatten um das »postfaktische Zeitalter«, um »alternative Fakten« und um »fake news« liegt diese Beunruhigung zugrunde, gespeist aus der Bedeutung, die falsche Behauptungen, offensichtliche Lügen oder gezielte Desinformationen in den letz­ten Jahren für die Politik erlangt haben. Bereits klassisch gewordene Beispiele sind Donald Trumps falsche Aussage, seiner Amtseinführung hätte mehr Menschen beigewohnt als jeder anderen, oder die im Vorfeld des Brexit-Referendums von der Leave-Kampagne verbreiteten Versprechen, es ließen sich 350 Millionen englische Pfund pro Woche für das Gesundheits­system verwenden, wenn diese nicht mehr an die EU gezahlt werden müssten.

Welche Gründe für diese Entwicklung auch immer dingfest gemacht werden – gern genannt werden »die sozialen Medien«, eine zunehmend fragmentierte und an sachlichen Diskussio­nen desinteressierte Öffentlichkeit oder eine von ihren Wähler_innen abgekoppelte politische Elite –, die Politikwissenschaft und vor allem die Politische Theorie ist aus zwei Gründen dringend gefordert, sich in diese Debatte einzumischen. Denn erstens rückt die Diskussion über das »postfaktische Zeitalter« das Verhältnis von Wahrheit und Demokratie ins Zentrum der Aufmerksamkeit, das sicherlich als ein Kernthema der Politischen Theorie zu zählen hat. Zweitens übergeht diese öffentliche Debatte jedoch – zumindest derzeit – die in der Politi­schen Theorie längst erarbeiteten Erkenntnisse zu diesem Verhältnis. Insbesondere wird un­hinterfragt vorausgesetzt, Demokratien benötigten Wahrheit für ihr gutes Funktionieren – und seien deshalb besonders anfällig für den Verlust von Wahrheit.

Diese als Selbstverständlichkeit behandelte Verbindung von Demokratie und Wahrheit kann jedoch in den Reflexionen der Politischen Theorie keineswegs vorausgesetzt werden. Indem die Tagung das Verhältnis von Wahrheit und Demokratie aus verschiedenen Per­spektiven unter die Lupe nimmt, soll ein Beitrag zum Verständnis dieses komplexen Verhält­nisses geleistet werden. Zugleich soll die Diskrepanz zwischen öffentlicher und akademischer Diskussion offengelegt und diskutiert werden.

Weitere Informationen zur Tagung finden sich hier

Frühjahrstagung 2018 in Bonn: "Politische Stabilität. Ordnungsversprechen, Demokratiegefährdung, Kampfbegriff"

Organisation: Grit Straßenberger (Bonn), Eva Marlene Hausteiner (Bonn), Felix Wassermann (Berlin)

Die Stabilität politischer Ordnungen wird derzeit vielerorts herausgefordert – nicht allein, aber gerade in Demokratien. Seit langem etablierte demokratische Ordnungen destabilisieren und transformieren sich. Jüngst demokratisierte Staaten stagnieren oder regredieren. Hoffnungsvoll gestartete demokratische Experimente wie die Europäische Union stehen am Rande der Desintegration. Diese Entwicklungen alarmieren nicht nur die politische Öffentlichkeit – sie fordern auch die Politikwissenschaft heraus.

Die Tagung „Politische Stabilität“ will hier politiktheoretisch ansetzen. Sie regt dazu an, über die (In-)Stabilität politischer Ordnungen neu nachzudenken. Angesichts der gegenwärtigen Herausforderungen demokratischer Ordnungen widmet sie sich den Annahmen und Implikationen von Ideen politischer Stabilität in begrifflich-systematischer wie in ideenhistorischer Perspektive. Die Bestimmung der Stabilisierungsleistung und der Stabilitätsbedingungen politischer und insbesondere demokratischer Ordnungen geht mit einer Reihe komplexer Teilprobleme einher:

  • Worin besteht das stabilisierende Potenzial demokratischer Regime gegenüber konkurrierenden politischen Ordnungen?
  • Unter welchen Voraussetzungen kann die Demokratie diese Stabilisierung leisten, und wann gerät umgekehrt Stabilität zu einer Gefahr für die Demokratie?
  • Wodurch werden demokratische Ordnungen destabilisiert, also wann und warum können sie das ihnen demokratietheoretisch attestierte – oder auch demokratiekritisch bestrittene – ordnungspolitische Potenzial nicht entfalten?

Fragen wie diese verweisen auf das spannungsreiche – und umstrittene – Verhältnis von Stabilität, Ordnung und Demokratie. Die Tagung nähert sich diesem Thema vor dem Hintergrund des derzeit scheinbar besonders attraktiven Versprechens autoritärer Regime, Stabilität dauerhaft zu gewährleisten. So steht die liberale Demokratie jüngst verstärkt unter dem Verdacht, selbst ein destabilisierendes Regime – und für Destabilisierungsversuche anfällig – zu sein. Zu fragen ist daher insbesondere, ob und, wenn ja, unter welchen Bedingungen die Demokratie destabilisierend wirkt. Diese kritische Perspektive auf das ordnungspolitische Potenzial der Demokratie gilt es jedoch – unter Einbeziehung der temporalen Dimension des Politischen – selbst zu hinterfragen, und zwar im Hinblick auf das Spannungsverhältnis zwischen Stabilität und Fragilität: Kann die Demokratie gerade dadurch langfristig stabilisierend wirken, dass sie kurzund mittelfristig politische Stabilität aufbricht, ja Fragilität befördert?

Um das Verhältnis von Stabilität, Ordnung und Demokratie angemessen zu erfassen, erscheint eine weite ideengeschichtliche und historische Betrachtungsweise erforderlich. Komplementär zu normativen Überlegungen und in reflektierter Distanz zu „aktualistischen“ Zeitdiagnosen sucht die Tagung daher auch (ideen-)geschichtlich die ordnungspolitischen Chancen und Risiken demokratischer (De-)Stabilisierungen politischer Regime in den Blick zunehmen.

Eine detaillierte Beschreibung der Themen entnehmen Sie bitte dem Tagungsflyer. Diesen finden sie hier.

 

Herbsttagung 2017 in Hannover: "Das Politische (in) der Politischen Theorie"

Organisation: Oliver Flügel-Martinsen (Bielefeld), Franziska Martinsen (Hannover), Martin Saar (Leipzig)

Die Tagung geht von einer der prominentesten und lebendigsten Debat­ten innerhalb der neueren Politischen Theorie aus, in der die zunächst recht vage Rede vom Politischen im Kontrast zum Begriff der Politik eine besondere Funktion und Bedeutung bekommen hat. Inzwischen hat sich die Begriffsverwendung „Das Politische“ tatsächlich eingebürgert und terminolo­gisch fixiert, und mit der Sammelbezeichnung „Neuere Theorien des Politischen“ oder „Philosophien des Politischen“ lässt sich relativ eindeutig auf eine ganze Tradition von Konzeptionen ver­weisen.
Gemeinsam ist all diesen verschiedenen Denkbewegungen unter dieser Überschrift eine gewisse Abgrenzung ver­schiedener Ebenen oder Dimensionen (das Politische vs. die Politik; Politik vs. Gesellschaft). Zudem steht in allen diesen Theorien „das Politische“ für eine fundamentale Begrifflichkeit – die keinen Sonderfall markiert, sondern allgemeinste Dimensionen menschlichen Seins als Politisch-sein thematisiert. Eine solche Position ist Politische Theorie in einem ganz starken und anspruchsvollen Sinn, der sich durchaus polemisch gegenüber weniger kate­gorial oder stärker empirisch vermittelten Selbstverständnissen dieses Diskurses verhält.
Die Tagung greift diesen Diskussionsstand und diese Herausforderungen auf und verfolgt entsprechend vier miteinander verbundene Ziele.
Erstens soll die einschlägige Debatte um „Das Politische“ aufgearbeitet und aus dem ja noch kurzen Abstand, der noch keine systematische Bilanz erlaubt, einer ersten kritischen Würdigung unterzogen werden.
Zweitens soll erkundet werden, inwiefern von der Debatte über das Politische aus neues Licht auf die genannten Themenfelder und Herausforderungen wie radikale Demokratie, Bürgerschaft, Populismus oder politische Menschenrechte geworfen wird.
Drittens soll ausgehend von diesen Debat­ten der – umstrittene – politische Charakter von sozialwissenschaftlicher und politikwis­senschaftlicher Theoriebildung diskutiert werden und damit die Frage nach dem Politi­schen in der Theorie der Politik selbst gestellt werden. Die neuere Diskussion ist ein willkommener Anlass, auch diese reflexive Frage nach der politischen Form des wissenschaftlichen Sprechens über Politik erneut zu stellen.
Viertens sollen auch Perspektiven auf das Politische von außerhalb der Politischen Theorie (im engeren, disziplinären Sinne) vorgestellt und in den Dialog mit dieser gebracht werden. die auf das Versprechen eines auch disziplinär entgrenzten Verständnisses von Poli­tik und dem Politischen verweisen.

Opens external link in new windowHier geht es zum Programm der Tagung

 

Frühjahrstagung 2017 in Trier: "Formwandel der Demokratie"

Organisation: Winfried Thaa, Christian Volk

Die liberalen westlichen Demokratien geben derzeit ein äußerst gegensätzliches Bild ab. Der Entpolitisierung im Namen ökonomischer Sachzwänge, dem (vermeintlichen) Bedeutungsverlust des Nationalstaates, der Schwächung repräsentativer Institutionen und dem Erfolg populistischer Bewegungen stehen (zivilgesellschaftlich initiierte) Protestaktivitäten, der Ausbau neuer institutionalisierter Partizipationsmöglichkeiten sowie eine Bedeutungszunahme nicht-elektoraler Legitimationsformen gegenüber. Die widersprüchlichen Facetten zusammenführend diagnostizieren verschiedene Autorinnen und Autoren einen Formwandel der Demokratie. Ob als „Contre-Démocratie“ (Rosanvallon 2008), „Monitory Democracy“ (Keane 2009), „Multiple“ (Nolte 2011), „Simulative“ (Blühdorn 2013) oder „Kompetenzdemokratie“ (Willke 2016) – gemeinsam scheint den verschiedenen Konzeptualisierungen eine Relativierung der traditionellen Vorstellung einer auf allgemeinen und gleichen Wahlen basierenden Volkssouveränität zugunsten neuer Beteiligungsformen und neuer Legitimationsmuster. Bewertet wird diese Verschiebung allerdings unterschiedlich: Manche sehen darin eine regressive Tendenz, die institutionalisierte Formen der Selbstregierung im Namen unmittelbarer oder identitärer Vorstellungen von Demokratie abschreibt, andere eine angesichts der Krise der repräsentativen Demokratie adäquate Fortentwicklung oder gar eine Radikalisierung des Demokratiebegriffes im Namen der Gleichheit.

Im Zentrum der Sektionstagung zum „Formwandel der Demokratie“ steht die Frage, welche Konzeptionen und Theorien helfen können, den beobachtbaren Wandel angemessen zu erfassen sowie demokratie- und politiktheoretisch einzuordnen. Die Tagung bietet die Möglichkeit, die akademische Debatte exemplarisch aufzuarbeiten und die genannten Veränderungen der Demokratie, insbesondere ihre kontroversen Konzeptualisierungen, aus verschiedenen Perspektiven zu diskutieren.

Das Programm der Tagung finden Sie hier

Frühjahrstagung 2016: "Ziemlich beste Feinde: Das spannende Verhältnis von Demokratie und Kapitalismus"

 

Gemeinsame Tagung mit der Sektion Politische Ökonomie, 23.-25. Juni 2016, Schader-Forum, Darmstadt

 

Vielen Beobachtern in Öffentlichkeit und Sozialwissenschaft erschien noch in den Neunzigerjahren das Verhältnis zwischen Kapitalismus und Demokratie als unproblematisch, wenn nicht sogar als natürlich. Für Aufsehen hat dabei insbesondere Francis Fukuyamas Prognose vom „Ende der Geschichte" gesorgt. Doch das Bild einer friedlichen Koexistenz hat sich in den vergangenen Jahren grundlegend verändert. Denn dass das Verhältnis von Demokratie und Kapitalismus spannungsgeladen ist, ist spätestens mit der Wirtschafts- und Finanzkrise wieder bewusst geworden. Anlass genug, dem Verhältnis dieser „besten Feinde“ auf den Grund zu gehen. Die Sektionen „Politische Theorie und Ideengeschichte“ und „Politische Ökonomie“ der Deutschen Vereinigung für Politikwissenschaft laden daher gemeinsam mit der Schader-Stiftung vom 23. bis 25. Juni 2016 zu einer Tagung nach Darmstadt ein, in der danach gefragt werden soll, wo Übereinstimmungen, Spannung und Bruchstellen zwischen Demokratie und Kapitalismus bestehen
 
Der Tagungsflyer findet sich hier.
 

 

Tagungen der Sektion vor Juni 2016

 

"Liberalismus: Traditionen, Konstellationen und Aussichten"

Frühjahrstagung 2016, München

Programm

 

"Zur Lage republikanischer Politiktheorie"

Früjahrstagung 2015, Aachen

Programm

 

"Die Stimme des Intellekts ist leise" - Klassiker/innen des politischen Denkens abseits des Mainstreams

Herbsttagung 2014, Göttingen

Programm

 

"Animal Politics - Politische Theorie des Mensch-Tier-Verhältnisses"

Frühjahrstagung 2014, Hamburg

Programm

 

"Politische Theorie und Gesellschaftstheorie - Zwischen Erneuerung und Ernüchterung"

Herbsttagung 2013, Heidelberg

Programm

 

"Die Idee deliberativer Demokratie in der Bewährungsprobe"

Frühjahrstagung 2013, Hannover

Programm, Bericht zur Tagung

 

"Ambivalenzen demokratischer Freiheit - zur Aktualität von Rousseaus politischer Theorie"

Internationale Tagung 2012

 

"Gegenstand und Methoden der politischen Theorie"

Herbsttagung 2011, Bremen

Programm

 

"Politische Macht im gesellschaftlichen Kontext"

Frühjahrstagung 2011, Augsburg

Programm

 

"Variationen der Macht"

Herbsttagung 2010, Erfurt

Programm

 

"Internationale Politische Theorie"

Gemeinsame Tagung der Sektionen für Internationale Politik und für Politische Theorie und Ideengeschichte der DVPW

 

"Demokratie und Gerechtigkeit in Verteilungskonflikten"

Frühjahrstagung 2010, Frankfurt a.M.

 

"Politik im Klimawandel - Keine Macht für gerechte Lösungen?"

Herbsttagung 2009, Kiel

 

"Politik und Emotionen - Perspektiven der Politischen Theorie"

Frühjahrstagung 2009, Hamburg

 

" Institutionen und Prozesse in Vergleichender Perspektive"

Konferenz der DVPW-Sektion "Vergleichende Politikwissenschaft" 2009, Darmstadt

 

"Kosmopolitismus und kosmopolische Demokratie: Kritische Bestandsaufnahmen"

Herbsttagung 2008, Halle

 

"Privatheit und Öffentlichkeit. Grenzziehungen und Grenzverschiebungen"

Frühjahrstagung 2008, Potsdam

 

"Biopolitik im liberalen Staat"

Herbsttagung 2007, Erlangen

 

"Politische Anthropologie"

Frühjahrstagung 2007, Berlin