Ist die Asymmetrie zwischen positiver und negativer Integration überwunden? Ein Beitrag von Martin Höpner, Susanne K. Schmidt und Daniel Seikel
Ein Vierteljahrhundert ist vergangen, seit Scharpf seine Theorie zur Asymmetrie zwischen negativer und positiver Integration in seinem Buch „Regieren in Europa: Effektiv und demokratisch?“ ausformulierte. Die Frage, inwieweit seine Diagnose noch zum Verständnis des Integrationsgeschehens beiträgt, wird in den letzten Jahren in Politik- und Rechtswissenschaften kritisch diskutiert. Wir haben unsere Sicht der Dinge in einem frisch erschienen Beitrag in der Politischen Vierteljahresschrift dargestellt, dessen Ergebnisse wir hier zusammenfassen. Wir bezweifeln, dass die europäische Wirtschafts- und Sozialintegration die von Scharpf diagnostizierten Probleme hat überwinden können.